Es läutet an Deiner Tür. Laute lärmen leise. Schwingen sich in Dein Ohr. Du öffnest nicht nur die Pforte Deines Heims. Es eröffnet sich auch ein Reigen. Wie ein Gemälde bist Du in den Raum hineinkomponiert. Ein Bildnis aus Fleisch, Blut, Ideen, Geist. Es kocht die Glut. Umhüllt von zarten Gewändern.
Kein Platz für Worte. Hände forschen. Eine Handvoll Brust wird gefunden. Welch eine Entdeckung. Findet Platz in Geobrgenheit.Und meine Finger spielen. Vibrieren. Wärme. Stärke. Aufrichten. Ich umfasse Deine Knospe mit meinen Lippen. Die Zunge stupst und kreist. Weiterwandern ... zu den anderen Geheimnissen Deines Seins. Filigran ist nicht nur Dein Körper. Auch Dein Fühlen. Immer stark. Schwäche ist erlaubt? Nein. Ja. Ich halte Dich sachte. Du schenkst Kraft. Sie fließt. Von Deinen Fingerspitzen zu meinen. Kein Versteckspiel. Sein. Mein Mund wandert. Lippen kosen Deinen Körper. Deine Narben, meine Narben - Lebenszeichen. Beistriche unseres ichs. Dein Kätzchen kraule ich. Bewaldet und feucht. Feine Finger spielen wie auf einer Harfe. Leise Töne. Sie entweichen. Seufzen aus Deinem Mund. Ist das ein C? Ein D? Ein E? Deinen Zeh hab ich jetzt berührt. Tee habe ich vor einer Stunde noch auf meinen Lippen gespürt. Du meinst dann, ich will das eh. Deine Augen blitzen wie ein Zaubersee. Fragmentarisch. Exemplarisch. Teile des Ichs und des Du's umschmeicheln sich. Umfangen sich zu sanften Küssen. Lippen benetzen. Einander. Zusammen. Verschlossen ... und doch offen. Zungenspitzen spitzen auf ein Stupsen. Kreisen. Forschen. Feucht und warm. Eine Umarmung so zwart - wie fallen gelassen und aufgefangen. Versunken
- in die Augen des anderen - in aufregende Gedanken - in Bettlaken, die umschmeicheln. Es öffnet sich das Tor. Du gibst den Weg frei. Mein Verstand wird weggeweht von den Düften Deiner Weiblichkeit - von Augen-Blicken.
... und meine Zunge findet Deine Knospe.
Copyright Reinhard Leitner 2003
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Reinhard Leitner
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