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Gartenzaunreiterinnen, Die - Kapitel 11

Nicolas Scheerbarth 


Hand in Hand traten Astarte-Louise und ich auf die Mitte des Altartuchs. Die fünf übrigen erwählten Priesterinnen blieben mit etwas Abstand in einem fast perfekten Fünfeck rund um uns stehen. Dann sanken sie mit gespreizten Schenkeln auf die Knie, setzten sich auf ihre Fersen und fassten sich an den Händen.

Auch Astarte kniete vor mir nieder, und ich begann eine Übung, die sich "Kuss der Öffnung" nannte: Ich küsste sie auf den Kopf, wo sich nach Auskunft Larissas ein wichtiges Energiezentrum befand. Die Vorstellung dieser Zentren oder "Chakren" stammte zwar nicht wie Astarte aus Vorderasien, sondern aus Indien, doch die Gründer des neuzeitlichen Kults hatten sich bedient, wo es ihnen passend erschien. Das wechselseitige Küssen der einzelnen Chakren - das durchaus geraume Zeit dauern und genussvoll ausfallen durfte - sollte die Heilige Hochzeit in die Länge dehnen und das Erlebnis für die Beteiligten vertiefen. Im England des frühen 20. Jahrhunderts sollte die Vorschrift wohl auch bewirken, dass das heilige Paar seine damals üblichen Hemmungen vor dem Oralverkehr überwand und zu einem echten Vorspiel fand. Auf jeden Fall hatten die Erfinder des Rituals verhindern wollen, dass es zu einem simplen Alltagsakt in Missionarsstellung verkam, der nach fünf Minuten vorbei war.

Ich drückte meine Lippen in Astartes duftende Haare, und dieser langsame Beginn verfehlte auch auf mich seine Wirkung nicht. Gedanken überkamen mich, wie sie mir nie zuvor beim ersten Mal mit einer neuen Partnerin in den Sinn gekommen waren. Das erste Mal war bei mir meist ein besinnungsloses Hineinstürzen gewesen, oft die Folge einer zu langen Zeit unfreiwilliger Enthaltsamkeit davor.

Als ich mich nun mit Astarte in diesen ersten von sieben vorgeschriebenen Küssen versenkte, der als Kuss auf den Kopf fast etwas väterlich oder onkelhaft wirkte, sah ich plötzlich vor mir das vielschichtige Bild eines lebendigen Menschen; vom Lustobjekt wurde sie zur Frau, mit all ihren Gefühlen, mit Geist, Verstand, Erfahrungen, Hoffnungen und Ängsten. Und auch an die Göttin in ihr dachte ich. Steckte nicht in jeder starken Frau etwas von einer Astarte? Sie war der Typ Frau, der beides sein durfte - emotional, sinnlich, mütterlich und zugleich stark, eine Kämpferin. Was hatten die Männer ihren Frauen und sich selbst angetan, als sie die Frauen - wie die meisten Göttinnen - auf die Rolle des schwachen, schutzbedürftigen Geschlechts beschränkten! Um wieviel reicher und faszinierender war das Leben, wenn man(n) Frauen so sehen konnte wie diese Gläubigen hier.

Dann war ich an der Reihe niederzuknien, und ich spürte Astartes heiße Lippen auf meinem Kopf. Bereits dieser erste Kuss von ihr ließ mich erbeben, und es fuhr mir wie ein Stromstoß von der Schädeldecke bis in die Beine. Unterdessen schwebten ihre festen, flachen Brüste knapp über meinem Gesicht, und es kostete mich einiges an Überwindung, dem appetitlichen Anblick zu widerstehen. Ich sehnte mich danach, alle Hemmungen fallen zu lassen, diesen elastischen, biegsamen Körper an mich zu reißen und ohne weiteres Zögern in sie einzudringen.

Doch soweit war es noch nicht. Der nächste Energieknoten, den es mit einem Kuss zu "öffnen" galt, lag auf der Stirn. Wir standen einander gegenüber, sie senkte ihren Kopf, und ich nahm ihn in meine Hände. Lange ruhten meine Lippen auf ihrer Stirn, und meine aufs äußerste angeregte Fantasie suggerierte mir, ich könne auf irgendeine unerklärliche Weise ihren Verstand fühlen, in dem Gedankenströme hin und her jagten wie unsichtbare Leuchterscheinungen. Auch diesen Kuss wiederholte Astarte bei mir, und auch sie verharrte darin länger, als man es bei einem bloßen "Kuss auf die Stirn" erwartet hätte. Ihre Lippen waren feucht und heiß. Sie löste sie ein paar Mal und fuhr mir mit der Zungenspitze über die Stirn, was mir einen Schauer durch den Körper fahren ließ.

Der dritte Kuss galt dem Hals, der vierte dem Herzen - und er bot endlich auch die Gelegenheit, ihre Brüste zu erforschen. Ich beugte mich nach vorn, zog ihren Körper an mich, folgte mit der Zunge den Biegungen und Kurven, leckte die herrlichen, flachen Hügel hinauf und hinab, spielte, knabberte und saugte an ihren vorstehenden Warzen. Dabei hielt ich sie mit beiden Händen fest an den Hüften und musste sie mehrfach davor bewahren, das Gleichgewicht zu verlieren - so stark wand sie sich in ihrer Lust. Auch mir sollte es nicht anders gehen, als ich an der Reihe war. Mit viel Geschick stimulierte sie meine empfindlichen Brustwarzen, und auch diese Berührungen ließen mich erbeben, dass ich fast zu Boden gesunken wäre.

Hinlegen durften wir uns dann endlich zum fünften Kuss. Astarte hatte sich flach auf dem Rücken ausgestreckt. Ich hockte mit gespreizten Beinen über ihr und küsste den Ort des fünften Energiezentrums, ihren Bauchnabel. Inzwischen blieb es längst nicht mehr bei einem einfachen Kuss auf die vorgeschriebene Stelle. Genüsslich folgte ich mit Lippen und Zunge den Linien ihrer Muskel und den Wölbungen des Hüftknochens rechts und links von ihrem flachen Bauch. Ihre Haut schmeckte herrlich und fühlte sich wunderbar weich und glatt an. Unterdessen spielten und streichelten meine Hände ihre Seiten, Arme und Brüste, während sie mir durch die Haare fuhr und den Berührungen meiner Lippen mit Beben, Zucken und leisem Stöhnen folgte.

In der Zwischenzeit waren auch die fünf Priesterinnen nicht untätig geblieben. Schon beim zweiten Kuss hatten sie die Hände von einander gelöst und begonnen, sich zwischen den Beinen zu streicheln. Nach und nach wurden die Bewegungen heftiger. Immer tiefer schoben sich ihre Finger zwischen die Schamlippen und in die Möse ... fünf nackte Frauen, die sich im flackernden Licht um uns wanden und dabei einen leisen, fünfstimmigen Chor des Stöhnens hören ließen, wie um die aufgeheizte Stimmung auf dem Tuch endgültig zum Kochen zu bringen.

Das sechste Chakra lag in oder unter den Geschlechtsorganen, und vom einfachen Küssen war nun endgültig keine Rede mehr. Astarte hatte sich über mir gedreht und bot mir ihre erregte, feuchte Möse an, während sie mit heißen Lippen über meinen Schwanz und die Hoden fuhr und schließlich beide nacheinander in den Mund nahm. Ich zog unterdessen ihren Unterleib an mich und versenkte meine Zunge in ihrer herrlich duftenden Spalte, erforschte die Tiefe der Möse, die Länge ihrer Schamlippen und schließlich den kleinen, harten Kitzler. Ich nahm ihn zwischen die Lippen und lutschte sanft daran, von dem herrlichen Geschmack selbst ebenso erregt wie vom lusterfüllten Beben und Zittern der Frau über mir und von ihrer sanften, gekonnten Bearbeitung meiner eigenen sechsten Chakra-Zone.

Es gab aber noch ein siebtes Chakra, und beim "Kuss der Öffnung" durfte keines ausgelassen werden. Als mir Larissa erklärte, was es damit auf sich hatte, war ich zum ersten und einzigen Mal während der Vorbereitungen ins Grübeln gekommen, ob ich dabei wirklich der Richtige sei. Dieses sogenannte Wurzel-Chakra liegt im Schwerpunkt des Körpers, im Gesäß, und der "Kuss der Öffnung" bei der Heiligen Hochzeit schrieb folgerichtig eine Stimulation des Analbereichs vor.

Das war nun etwas, auf das ich bisher beim Sex gut und gerne verzichtet hatte, und ich stand kurz davor, die ganze Sache abzublasen. Doch Larissa überzeugte mich. Sie ließ mir zwei Tage Zeit und kam dann, um mir den Siebten "Kuss" zu demonstrieren. Sie schickte mich auf Toilette und in die Dusche - und ließ mich anschließend den sprichwörtlichen Gesang der Englein im Himmel hören. Tatsächlich ist der Anus eine der empfindsamsten Regionen des Körpers, und seine Stimulation mit der Zunge löst extreme Lustgefühle aus.

So auch jetzt mit Astarte. Wir blieben in der klassischen Stellung verkehrt auf einander, rutschten nur etwas höher, so dass jeder leicht die betreffende Zone des Anderen erreichte. In äußerster Lust lagen wir wie zusammengerollt, und wenn ich in einer anderen, alltäglicheren Situation noch gezögert hätte - hier spülten meine eigene Erregung und die der Frauen um mich herum alle Bedenken davon. Wir küssten und leckten uns hingebungsvoll, während sie mich gleichzeitig geradezu stürmisch drückte, streichelte und meine Muskeln knetete. Fast wirkte es, als rangen wir miteinander, den Körper des anderen erforschend und immer wieder Brust und Bauch aneinander reibend. Unter meinen Händen wirkte sie wie angespannt, ständig in Bewegung, und schien dabei förmlich zu vibrieren.

~+~

Nach einer Weile bemerkte ich, dass Astarte sich von mir wegschob. Der "Kuss der Öffnung" zielte keineswegs darauf ab, bereits einen Orgasmus zu erzeugen; es galt im Gegenteil als unheilvolles Vorzeichen, wenn sich das nieder Animalische durchsetzte, das Göttliche verdrängte und die beteiligten Akteure beziehungsweise Inkarnationen vor der Zeit zum Ende kamen. Widerstrebend folgte ich ihrem Ansinnen. Wir standen beide auf, drehten uns Rücken an Rücken, streckten die Arme gen Himmel und riefen der unsichtbaren Gemeinde jenseits des Feuerscheins gemeinsam zu, was das Protokoll verlangte:

"Wir grüßen euch, ihr treuen Anhänger, als die, die ihr gerufen habt. Wir haben den Geist geöffnet, auf dass ihr stark werdet! Wir haben den Verstand geöffnet, auf dass ihr Erkenntnis findet! Wir haben die Sinne geöffnet, auf dass ihr spürt! Wir haben die Herzen geöffnet, auf dass ihr fühlt! Wir haben den Willen geöffnet, auf dass ihr seid! Wir haben den Schoß geöffnet, auf dass ihr fruchtbar werdet! Und wir haben die Wurzeln geöffnet, auf dass ihr Glück und Wachstum erringt! Seid nun Zeugen der Heiligen Hochzeit und habt Teil an unserem Segen für euch!"

Ein allgemeines Murmeln war die Antwort aus der Dunkelheit. Ich konnte die Worte nicht hören, doch ich wusste, dass es ein Dankgebet war. Ein klein wenig eigenartig fühlte ich mich schon, hier im Schein einiger altertümlicher Kohlenbecken splitternackt, sichtbar erregt und mit erhobenen Armen inmitten einer Gruppe nackter Frauen stehend und von unsichtbaren Gläubigen als lebendig gewordener Gott verehrt. Doch der Moment ging vorüber, umso schneller, als ich mich nun ohne weitere rituelle Umstände meiner göttlichen Gemahlin zuwenden durfte. In der Gestaltung des weiteren Ablaufs waren wir relativ frei; es wurde lediglich erwartet, dass wir nun die eigentliche Vereinigung auch tatsächlich vollzogen.

Ich drehte mich zu Astarte um, die sich mir ebenfalls wieder zuwendete. Wir umarmten uns und schauten uns in die Augen, entspannter als vorhin, doch voller Faszination für den anderen. Dann küssten wir uns ... in einem langen Kuss, von einander die Erregung des Anderen trinkend wie Verdurstende, die in der Wüste eine Flasche Wasser finden. Mit tastenden, streichelnden Fingern erforschten wir unsere Körper, langsamer, gründlicher als zuvor, und wieder fiel mir auf, wie elastisch und muskulös Astarte war; kein unnötiges Gramm Fett schien unter ihrer Haut, und keine Stelle, die nicht Energie und Lebendigkeit ausgestrahlt hätte.

Wir glitten, sanken zu Boden, sie unter mir, nun in der uralten, klassischen Stellung, in der wohl schon die Auserwählten Gatten der Antike die Heilige Vereinigung vollzogen hatten. Weit spreizten sie ihre Schenkel, und ich glitt hinein, empfand den ersten Kontakt mit ihrer erhitzten, feuchten Möse fast wie einen Orgasmus. Langsam drang ich vor, jeden Millimeter auskostend, und auch sie genoss diese erste innerliche Berührung mit einem heiseren Keuchen äußerster Lust.

Die fünf Priesterinnen um uns hielt nun auch nichts mehr in ihrem rituellen Kreis. Vier von ihnen legten sich paarweise verkehrt gegeneinander neben uns - Larissa mit Karla und Ayla mit Alexandra - und tauchten ihre Köpfe tief zwischen die Schenkel der Partnerin. Eine besondere Rolle übernahm Cheni. Sie kniete sich hinter Astarte, bettete ihren Kopf auf den kräftigen Schenkeln und ließ ihre schweren Brüste herabhängen, so dass Astarte ohne Mühe daran lecken und saugen konnte ... ein Vergnügen, das wir uns teilten, während ich nun allmählich rhythmischer und schneller in sie eindrang.

Wie von selbst ergab sich auch der folgende Wechsel. Astarte wendete sich um und kniete vor mir, streckte mir ihr festes, rundes Gesäß entgegen; ich nahm sie von hinten, während sie Cheni, die sich auf den Rücken gelegt hatte, die feucht und purpurn glänzende Möse ausleckte. Inzwischen wurde das Stöhnen um uns lauter. Karla schien als erste den Höhepunkt zu erreichen, brüllte ihre Lust förmlich heraus und warf dabei sich und Larissa in so heftigen Bewegungen hin und her, dass sie Astarte und mich fast umrissen. Ich verlangsamte und beschleunigte meine Bewegungen in gewissen Abständen, was Astarte bis aufs Äußerste erregte; wurde ich schneller, schien sie das langsame, genussvolle Gleiten zu ersehnen, verzögerte ich das Hinein und Heraus, begann sie ungeduldig ihre eigenen Bewegungen zu verstärken.

In immer kürzeren Abständen hörte ich nun um uns laute Schreie höchster Lust. Die schlanke Ayla lag erstaunlicherweise unten, hatte die viel schwerere, kräftigere Alexandra förmlich über sich gezogen, so dass ich von ihr am wenigsten sah und hörte, doch die anderen, Alexandra selbst, Larissa und Cheni näherten sich unaufhaltsam dem Höhepunkt, brachen schließlich fast wie aus einer Kehle in lautes Keuchen und schließlich lustvolle Schreie aus - während sich Astarte noch einmal herumdrehte und mir für die letzten Momente ihre göttliche Möse wieder in Rückenlage darbot.

Noch ein, zwei Mal drang ich bewusst langsam und genießerisch ein, um dann in einen schnellen, harten Rhythmus zu verfallen, der mich nun ebenfalls zum Höhepunkt bringen würde. Cheni kniete sich abermals hinter sie und nahm erneut ihren Kopf auf den Schoß, während die anderen sich nun dicht neben uns kauerten. Ich sah und spürte überall streichelnde Hände, auf meinem Rücken, den Pobacken, an den Schenkeln und Hoden, und auch Astarte unter mir erhielt ihren Teil, soweit es in dieser Position möglich war. So vollzog ich die letzten Stöße dieser Heiligen Hochzeit erregt wie nie zuvor im Leben, liebkost, gestützt und gestreichelt von allen Seiten, während vor meinen Augen nicht nur Chenis schwere Brüste hingen, sondern sich mir daneben auch die von Alexandra und Larissa darboten. Das Streicheln, das Stöhnen, der animalisch würzige Duft der Erregung von sechs Frauen und der Anblick von drei Paar wunderbar geformten Brüsten ... es gab für mich kein Halten mehr. Ich explodierte, und mit machtvollen Zuckungen entlud ich mich in Astarte, die, als sie die heißen Strahlen meines Saftes spürte, ihren Orgasmus selbst auch nicht mehr länger herauszögern konnte. Schreiend und zuckend sank ich auf sie, schreiend und zuckend lag sie unter mir, während das Streicheln langsam sanfter wurde.

Die Heilige Hochzeit war in aller Form vollzogen und der Segen der Göttin für ein weiteres Jahr auf die ihren herab gekommen.

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