Felizitas

Michael Müller 


Der heftige Wind machte es ihm fast unmöglich die gläserne Schwingtüre, welche den U-Bahnaufgang von der Strasse trennte, zu öffnen. Der Regen wurde von Sturmböen an die Scheiben geschleudert. Das abfließende Wasser, das Licht der Straßenbeleuchtung wie in tausenden von Kristallen reflektiert, verbarg alles außerhalb des Aufganges hinter einem funkelnden Vorhang. Er konnte die Türe nur weit genug öffnen, um sich durch den engen Spalt zu pressen. Eine neuerliche Sturmböe goss einen Schwall Regenwasser über ihn. Seine Sommerkleidung war durchnässt, er begann zu frieren.
Der Bus stand mit laufendem Motor an der Endstelle. Er begann zu laufen. Drei Fahrspuren hatte er zu überqueren, ehe er an der Bushaltestelle war. Die Autos bewegten sich nur langsam vorwärts, die Lenker offensichtlich auch in ihrer Sicht von den Wassermassen die aus den Wolken stürzten behindert.
Die Türen des Busses wurden gerade geschlossen, als er nur noch wenige Meter davon entfernt war. Der Fahrer bemerkte aber den heraneilenden Fahrgast und ließ die Türen nochmals auseinander gleiten. Er sprang in den bereits anrollenden Bus.
"Danke" sagte er zum Fahrer und zeigte ihm seinen durchnässten Fahrschein.
Der Fahrer lenkte den Bus in den Fahrstreifen, brummte so etwas wie "Sauwetter", musste sich dann aber auf den Verkehr konzentrieren.
0:04h zeigte die Uhr oberhalb des U-Bahnabganges.
>Der letzte Bus< dachte er. Hätte er diesen versäumt, wäre bei diesem Regen ein Taxi die einzige Möglichkeit gewesen seine Wohnung zu erreichen.
Nur wenige Fahrgäste waren im Bus. An den Haltestellen stiegen sie einzeln oder paarweise aus. Niemand stieg zu.
Bald war er der einzige Fahrgast.
Nun trennten ihn nur vier Stationen von der Endstelle, in deren Nähe – knapp fünf Minuten zu Fuß – seine Wohnung lag. Er wohnte in einer Wohnhausanlage deren Häuser alle gleich aussahen. Zwei Stockwerke, zwölf Wohnungen, davon immer 4 für "Singles", acht für "Familien" – auch diese hatten alle den gleichen Grundriss, die selbe "Grundausstattung". Ziemlich deprimierend, dachte er an manchen Tagen, wenn er nach Hause kam.
Mit einem Ruck, begleitet von einem leisen Fluch des Fahrers, hielt der Bus an. Der Fahrer öffnete die Türe und eine Frau stieg ein. Sie hatte hellblonde, fast weiße, schulterlange Haare, die jetzt durchnässt strähnig auf ihren Schultern und zum Teil in ihrem Gesicht klebten. Sie trug nur ein dünnes Sommerkleid und Sandalen. Der Regen hatte den Stoff des Kleides an ihren Körper geklebt. Ihre kleinen, runden Brüste, ihre Taille und ihr flacher Bauch waren deutlich zu sehen.
"Hier ist keine Haltestelle!" schrie sie der Fahrer an. "Sie können doch nicht einfach vor den Bus springen!"
"Ich will nur rasch nach Hause" sagte sie. "Mir ist kalt."
"Haben sie einen Fahrschein?" wollte er von ihr wissen.
"Nein" antwortete sie. "Ich habe auch kein Geld." Sie lächelte den Fahrer an.
"Na soll sein" brummte der Fahrer nach dem er die Frau schweigend angesehen hatte. Er schloss die Türe und ließ den Bus anrollen. "Is’ ja nicht mehr weit" fügte er noch hinzu.
Sie blieb nahe der Türe stehen. Er sah ihr Profil. Ein sehr feines aber markantes Profil mit auffällig flacher Nase. Sie sah bleich und müde aus, war klein und zierlich. Vielleicht 160? Maximal, entschied er. Sehr mädchenhaft, aber sie betrieb offenbar Sport. Ihre Waden waren stark, ihre Fesseln zierlich wie ihr Körper. Das Kleid, das knapp oberhalb der Knie endetet war leicht nach oben gerutscht als sie sich an der Griffstange des Busses festhielt. Auch ihre Oberschenkel schienen muskulös aber wohlgeformt.
Sie sah ihn an und lächelte.
Bei der Endstelle stieg sie vor ihm aus. Der Regensturm war vorbei.
Sie ging langsam. Er hatte den Eindruck, dass sie auf in wartete. Er holte sie ein. Als er an ihr vorbei gehen wollte, lächelte sie wieder.
"Können wir gemeinsam gehen?"
Er blieb stehen.
"Wo wohnen sie?" wollte er wissen.
"Nicht hier," sagte sie.
"Was suchen sie dann hier?"
"Einen Platz. Einen Platz zum schlafen. Haben sie einen?"
"Ja natürlich habe ich einen. Ich wohne hier."
"Und sie haben ein Bett."
"Ja,"
"Ein großes Bett?"
"Ich lebe alleine. Mein Bett ist nur für mich."
"Ich kann auch auf dem Teppich schlafen. Haben sie einen Teppich? Oder eine Bank?"
"Die ganze Wohnung ist ein Teppich. Grundausstattung."
"Fein."
"Was ist fein?"
"Ich werde auf dem Teppich schlafen. Das ist fein."
"Wir gehen in meine Wohnung und ich rufe ein Taxi. Das bringt sie nach Hause."
"Ich habe kein Geld."
"Ich borg ihnen Geld für die Heimfahrt."
"Ich habe keine Wohnung." Nach einer kurzen Pause: "Mir ist kalt. Wir sollten gehen."
Er sah sie an. Sie zitterte. Auch er fühlte wieder die kalten, nassen Kleider an seinem Körper.
"Sie haben keine Wohnung? Obdachlos?"
"Nein. Hier habe ich keine. In dieser Stadt."
"Woher kommen sie?"
"Ist das denn wichtig?"
"Ach woher! Ich unterhalte mich mit einer völlig Fremden, die bei mir übernachten will, weiß weder ihren Namen noch woher sie kommt. Sie haben recht. Ist ja alles nicht wichtig!"
"Felizitas" sagte sie und hielt ihm ihre Hand hin.
"Wie?"
"Felizitas. Mein Name ist Felizitas. Jetzt sollten wir aber gehen. Oder wollen sie dass wir uns verkühlen?"
"Martin," stellte er sich vor und nahm ihre Hand. Sie war so kalt wie die seine und zitterte leicht. "Also gehen wir."
"Die Häuser sehen alle gleich aus," stellte sie fest als sie vor der Wohnhausanlage angekommen waren. "Verirrst du dich manchmal?" wollte sie wissen.
"Zweimal versuchte ich schon das falsche Haustor aufzuschließen. War aber beide Male ziemlich.....na ja müde und es war nach langen Abenden mit Freunden" erklärte er ihr.
Sie standen vor dem Haustor und er schloss auf.
"Ist es das richtige?" wollte sie wissen.
"Ja" er hielt ihr das Tor auf und versperrte es nachdem auch er eingetreten war.
"Wo ist deine Wohnung?"
"Zweiter Stock."
Sie stieg vor ihm die Treppe hinauf.
Er fühlte ein kribbeln in seinem Bauch als er im schwachen Licht der Stiegenhausbeleuchtung ihren sich bei jedem Schritt wiegenden Körper, ihren kleinen runden Po der unter dem nassen Kleid deutlich erkennbar war vor sich sah. BH oder Höschen trug sie, so schien es ihm, nicht. Durch den nassen., an ihrer Haut klebenden Stoff des Kleides zeichneten sich keine der sonst von Höschen oder BH sichtbaren Konturen ab.
>Ich kann mir vorstellen, dass du heute nacht nicht auf dem Teppich schläfst< bei diesem Gedanke wurde ihm seine Hose plötzlich zu eng.
Seine Wohnung war eine "Single-Wohnung". Vom Vorraum ging rechts die Türe zum Wohn-Schlaf-Ess-Arbeitszimmer, ein fast quadratischer Raum. Von diesem erreichte man die Küche und das Bad. Das WC war durch den Vorraum zu erreichen. Die Türe befand sich links des Einganges zur Wohnung.
"Willkommen daheim" sagte er als sie sich im Zimmer gegenüberstanden. Er sagte dies freundlich aber mit einem sarkastischen Unterton in seiner Stimme.
"Hast du eine Decke?" frug sie ihn.
"Nein. Ich bringe dir einen Pullover und werde uns noch Tee kochen."
Aus einem Schrank im Vorraum holte er ihr einen seiner Winterpullover. Im Vorraum wechselte er auch gleich seine nasse Hose und T-Shirt gegen trockene Sachen.
Dann ging er in die Küche um Tee zu kochen.
Sein Pullover war ihr viel zu groß.
Die Ärmel reichten über ihre Fingerspitzen, verbargen ihre Hände. Der Bund lag um ihre Oberschenkel und bedeckte diese zur Hälfte.
"Du siehst ja direkt verführerisch aus," sagte er zu ihr als sie in die Küche kam.
"Bin ich aber gar nicht," war ihre Antwort.
Sie ging an ihm vorbei ins Bad.
"Was hältst Du von einem heißen Bad?" rief sie in die Küche.
"Wird uns sicher gut tun," stellte er fest.
Sie ließ Wasser in die Wanne laufen.
"Ich gehe zuerst," machte sie ihm klar und schloss die Badezimmertüre.
"Wird eine Weile dauern, bis die Wanne voll ist," rief er ins Bad und ging zurück ins Zimmer.
"Ich warte," kam als Antwort durch die geschlossene Badezimmertüre.
Im Stuhl sitzend fühlte er seinen Schwanz hart und erregt gegen seine Hose drücken. Er öffnete seine Hose und begann langsam seinen Schwanz zu streicheln. Kommen wollte er nicht, nur entspannen. Seine Erregung war aber so stark, dass er seinen Orgasmus nicht kontrollieren konnte.
"Scheiße" entfuhr ihm, als sein Sperma aus seiner Eichel Spritzte.
Der Teekessel pfiff.
"Der Teekessel pfeift!" rief sie aus dem Bad.
"Ich höre es," er stand auf und versuchte zu vermeiden seine Hose nass zu machen.
In einer Hand seinen nassen, tropfenden Schwanz, drehte er mit der anderen die Flamme unter dem Kessel ab und nahm von diesem den Deckel ab.
Das Pfeifen hörte auf.
Sie saß offenbar schon in der Wanne. Das Geräusch des fließenden Wassers war nicht mehr zu hören, dafür aber ein leise Plätschern.
Mit einem Küchenpapier trocknete er sein Glied und verstaute es wieder in seiner Hose.
Er goss den Tee auf und stellte die Kanne auf ein Stövchen.
"Wo bleibst du denn so lange? Ich warte!" kam ihre Stimme aus dem Bad.
"Ich dachte du willst alleine baden."
"Ich sagte nur, dass ich zuerst gehe. Du musstest ja noch Tee kochen."
Er ging ins Bad. Sie saß mit angezogenen Beinen in der Wanne. Ihre Arme umschlossen ihre Knie, darauf stützte sie ihr Kinn.
"Na endlich," begrüßte sie ihn.
Er zog Hose und T-Shirt aus und stieg zu ihr in die Wanne. Dichter Seifenschaum bedeckte die Oberfläche des Wassers. Er war froh darüber. Die Schaumdecke verbarg seinen wieder steif gewordenen Schwanz. Er streckte seine Beine aus und nahm ihren Po zwischen seine Füße.
Sie schob ihre Beine zwischen seine leicht gespreizten und glitt näher zu ihm. Ihre Fußsohlen berührten sein Glied. Sie schloss ihre Augen und begann seinen Schaft mit ihren Füssen zu massieren.
Er gab sich diesen genussvollen Berührungen hin. Seine Hände Streichelten ihre Füße und Fesseln.
Sie dreht sich in der Wanne um und lehnte ihren Oberkörper gegen den seinen. Er legte seine Arme um ihre Schultern, glitt mit seinen Händen über ihre Brüste. Diese füllten gerade seine Handfläche, die Nippel drückten hart dagegen. Zärtlich begann er ihre Brüste zu massieren.
Sie beugte ihren Kopf zurück, sah in seine Augen.
"Schön," flüsterte sie.
Es war nicht klar ob dies eine Bewertung seiner Berührungen oder Frage ihre Brüste betreffend war.
Ihr Mund war leicht geöffnet. Er küsste sie, wanderte mit einer Hand von ihrer Brust über ihren Bauch, streichelte sanft ihren Venushügel. Der war glatt, haarlos. Offenbar rasiert.
Sie erforschte mit ihrer Zunge seinen Mund. Ließ sie über seine Zähne gleiten, seinen Gaumen, leckte seine Lippen. Mit einer Hand tastete sie hinter ihrem Rücken nach seinem Schwanz, umschloss ihn mit ihren Finger, bewegte diese an dem steifen Schaft auf und ab, kratzte hin und wieder mit ihren Fingernägeln vorsichtig über seine Eichel.
Er war froh darüber, vorhin abgespritzt zu haben. So konnte er sich ihren Liebkosungen länger hingeben.
Mit seiner Zunge drängte er die ihre aus seinem Mund, erforschte jetzt mit seiner Zunge ihren. Ihr Speichel schmeckte fruchtig, leicht süßlich. Erinnerte ihn an Himbeeren.
Sie versuchte ihre Beine weiter zu spreizen, was aber in der engen Wanne, zwischen seinen Beinen sitzend, nicht möglich war. Sie hob ihre Unterschenkel aus dem Wasser, legte ihre Waden auf den Rand der Wanne. Er schob seine Hand zwischen ihre Schenkel, legte sie auf ihr Gesäß. Sein Mittelfinger lag auf ihrer Spalte.
Mit der Fingerkuppe strich er kreisend über ihre Klitoris, glitt mit seinem Finger ihre seidige Spalte auf und ab, schob ihn dann langsam in ihre Grotte.
Sie atmete tief, presste ihr Becken gegen seine Hand. Ihr Liebesnektar floss über seinen Finger ins Badewasser.
"Oh ist das schön," flüsterte sie.
Sie zog seinen Kopf zu sich herab, knabberte an seinem Ohr, leckte es, leckte auch über seine Augen, saugte sich wieder an seinem Mund fest.
Fast biss sie ihm seine Zunge ab als sie ihren Orgasmus hatte. Sie hob ihr Becken aus dem Wasser, Wasser und Seifenschaum rannen ab. Ihr Venushügel hob sich deutlich unter ihrem flachen Bauch ab. Langsam sank sie zurück, verbarg ihren Körper wieder unter Schaum.
Er ließ seine Hand auf ihrer Scheide, fühlte noch hin und wieder ein Zucken in ihrem Unterleib. Sie hatte aufgehört seinen Schwanz zu streicheln, legte eine Hand auf die seine auf ihrer Möse.
Sie stieg aus der Wanne und begann sich abzutrocknen. Zum erstenmal sah er ihren nackten Körper.
"Du bist wunderschön," fühlte er sich gedrängt festzustellen.
Sie ignorierte seine Worte, fuhr fort ihre Haut trocken zu reiben.
Er stand auf. Sein Glied ragte steif vor. Seifenschaum tropfte wie Sperma davon herab.
Mit dem Badetuch wischte sie über seinen Schwanz, beugte sich dann leicht vor und nahm in in ihren Mund. Ihre Zunge leckte über seine Eichel, ihre Lippen schlossen sich um den Schaft. Langsam schob sich ihr Mund weiter darüber, glitt wieder zurück, saugte an seiner Eichel.
Sie knetete seine Hoden, wiegte sie in ihrer Hand, strich mit ihrem Finger zwischen seinen Beinen zu seinem Anus, drang einwenig in diesen ein.
Er fühlte seine bevorstehende Ejakulation.
"Ich komme," stöhnte er warnend, nicht wissend wie sie auf seinen Erguss in ihrem Mund reagieren würde.
Sie saugte ihn gierig leer, presste mit ihren Fingern auch noch den letzten Tropfen aus seinem Schwanz, leckte seine Eichel.
Auf den Zehenspitzen stehend, ihr Gesicht zu ihm gehoben, die Lippen leicht geöffnet, wollte sie von ihm geküsst werden. Er beugte sich zu ihr, leckte ihre Lippen, schob seine Zunge in ihren Mund. Der Geschmack seines Spermas hatte sich mit dem ihres Speichels vermischt. Er saugte sich an ihrem Mund fest, leckte über ihre Zähne, Gaumen, Zunge. Seine Hände glitten über ihren Rücken, pressten ihre Pobacken.
Sie entwand sich seinen Händen und stellte sich vor das Waschbecken. Die Lippen hochgezogen betrachtete sie im Spiegel ihre zusammengepressten Zähne.
"ogst u ir eine ahnüste?" presste sie hervor.
"Was sagst du?" fragte er sie und grinste.
"Ich habe dich gefragt, ob du mir eine Zahnbürste borgst."
"Achso! Natürlich. Nimm sie dir nur."
Er war aus der Wanne gestiegen, hatte sich abgetrocknet und goss in der Küche Tee in zwei Schalen. Nach dem Regensturm war es nun warm und schwül. Er war nackt, fand es nach ihrer Begegnung in der Wanne auch nicht mehr notwendig, sich in seinen Bademantel zu hüllen.
Sie bearbeitete noch immer ihre Zähne im Bad. >Der Himbeergeschmack wird weg sein< dacht er.
"Nimmst du Zucker in den Tee?" frug er sie.
"nn, ast u ilch?"
"Keinen Zucker, aber Milch? Habe ich dich richtig verstanden?"
"a!"
"Gut."
Er stellte die beiden Tassen und die Milchpackung auf ein Schneidbrett und trug dies zum Bett das in einer Ecke des Zimmers, nur durch einen niederen Paravent abgeschirmt, stand. An einer der Längsseiten des Bettes stand ein niederes Tischchen. Darauf stellte er das "Tablett".
"Es ist serviert!" rief er.
"Ich komme schon."
Auch sie war nackt. Ihr Körper glänzte.
"Ich habe dein Hautöl verwendet."
"Ist in Ordnung," sagte er.
Sie saßen Seite an Seite quer über das Bett, ihre Rücken an die kühle Wand gelehnt. Er reichte ihr ein Schale Tee, goss Milch hinein. Den lege er seinen Arm um ihre Schultern, presste ihren Körper gegen den seinen. Er saß mit untergeschlagenen Beinen. Die ihren hatte sie gerade vor sich gestreckt.
Viele Fragen an sie waren in seinem Kopf. Jetzt wollte er diese aber nicht stellen.
Schweigend tranken sie den Tee.
Sie begann mit seinem schlaffen Penis zu spielen. Langsam wurde dieser wieder steif. Sie stellte ihre leergetrunkene Teetasse zurück auf das Tischchen, legte ihren Kopf in seine Schoß und nahm seinen Schwanz in ihren Mund. Sie saugte daran wie ein Baby an seinem Schnuller saugt. Umschmeichelte nur hin und wieder die Eichel mit ihrer Zunge.
Seine Hand suchte ihre Brust. Ihre kleine, zarte, weiche Brust. Bisher waren es immer große, volle, schwere Brüste die ihn erregten. Ihre Brüste empfand er aber sehr erotisch. Sie passten perfekt zu ihrem Körper, perfekt in seine Hand. Weich und warm war ihre Brust in seiner Hand. Er knetete sie, zog leicht an ihrem harten Nippel, presste sie mit seiner Hand.
Er drehte sie auf ihren Rücken. Sein Schwanz glitt aus ihrem Mund. Er kniete sich über sie, öffnete ihre Schenkel, küsste ihre Spalte. Seine Zunge leckte über die zarte Haut zwischen ihren Schamlippen, schob sich in ihre Grotte.
Auch hier wieder der Geschmack von Himbeeren. Ihr Liebesnektar! Er wollte trinken, trinken, darin ertrinken. Ertrinken in ihrer Lust, in seiner Lust, ihrer gemeinsamen Ekstase.
"Komm in mich," stöhnte sie.
Er schob sich über ihren zarten Körper. Drang leicht in ihre nasse Grotte ein. Auf seine Arme gestützt nahm er ihren Kopf in seine Hände, hob ihn leicht an.
Nun konnte sie sehen, wie sein Schwanz in ihrer Möse vor und zurück glitt. Sie presste ihr Becken gegen das seine, ließ es kreisen, rieb ihren Kitzler gegen seinen Schwanzansatz.
Schweiß rann von ihren Körpern.
"Ich will auf dir sein," verlangte sie.
Er legte sich auf den Rücken. Sie kniete sich über seinen Schwanz, rieb dessen Spitze mit einer Hand ihre Spalte auf und ab, sank langsam auf seinen Schaft.
Sie stützte ihre Hände auf seine ausgestreckten, leicht gespreizten Beine und bog ihren Oberkörper zurück. Er massierte ihren Kitzler mit Daumen und Zeigefinger.
Sie lehnte sich wieder vor, seine Hände fassten nach ihren Brüsten. An ihren Nippeln zog er ihren Oberkörper zu sich. Sie lag auf seiner Brust. Die Muskel ihrer Scheide massierten seinen Schwanz.
Sie kam. Diesmal nicht so heftig, wie vorhin in der Badewanne. Sie barg ihr Gesicht zwischen seinem Hals und Schultern. Er umschlang mit einem Arm ihre Schultern, mit dem anderen ihre Hüfte. Es gelang ihm, sie auf ihren Rücken zu drehen, ohne das sein Schwanz aus ihrer Scheide glitt.
Mit heftigen Stößen näherte er sich seinem Erguss.
>Kein Kondom!< fiel ihm plötzlich ein. Er zog seinen Schwanz aus ihrer Grotte, spritzte sein Sperma auf ihren Venushügel, ihren Bauch.
Sie schob ihre Hände zwischen ihre Körper, nahm sein noch steifes Glied zwischen ihre Handflächen. Er vögelte jetzt in ihre Hände.
Seine Bewegungen wurden langsamer, hörten auf. Er legte sich neben sie.
"Du hättest nicht aufhören müssen," sagte sie.
"Wie verhütest du?" fragte er sie.
"Meine Eileiter sind irgendwie unterbrochen. Nicht richtig zusammengewachsen. Stellten jedenfalls die Ärzte fest."
Nach einer Pause: "Ich kann nicht schwanger werden. Dafür aber vögeln wann immer ich will."
"Bist du darüber traurig?"
"Warum soll mich traurig machen, dass ich immer vögeln kann?"
"Das hab ich nicht gemeint."
"Was dann?"
"Ist schon gut. Wir sollten jetzt schlafen. Um sechs muss ich aufstehen." Er hatte den Eindruck, dass sie nicht über ihre unterbrochenen Eileiter mit ihm reden wollte.
Er stellte den Radiowecker ein und sah dabei, dass es schon 3:30h war.
>Nur mehr zweieinhalb Stunden schlafen. Wird ein "lustiger" Tag.< dacht er.
"Ich muss noch mal raus," sagte er und stand vom Bett auf.
"Wohin gehst du?"
"Aufs WC," informierte er sie, "Tee treibt."
"Triebt was?"
"Harn."
"Verstehe."
Im Vorraum stellte er verwundert fest, dass die Eingangstüre nicht geschlossen war. Sie stand spaltbreit offen und er drückte sie ins Schloss.
Wieder im Bett sagte er: "Die Wohnungstüre stand offen. Erinnerst du dich, ob ich sie hinter uns schloss?"
Er erhielt keine Antwort. Sie lag wie ein Embryo eingerollt und schlief. Er schmiegte sich an sie, zog die Bettdecke über sie beide und schlief rasch ein.
".... Sechsuhrfünf, und die Kollegen vom Wetterdienst versprechen uns für heute viel Sonnenschein, Temperaturen bis........."
Die Stimme des Radiosprechers weckte ihn. Die Augen noch geschlossen, taste er nach ihrem Körper. Das Bett war leer. Er setzte sich auf.
"Felizitas?" rief er.
Keine Antwort.
Er stand auf.
Ihr Kleid hing noch über die Lehne des Sessels beim Tisch. Er ging in die Küche.
Auf dem kleinen, runden Tisch der neben dem Herd stand und auf dem er üblicherweise frühstückte, saß eine große, weiße Katze, die ihn nun ansah.
>Die muss wohl in der Nacht durch die offene Türe gekommen sein< dachte er.
Das Tier sprang vom Tisch, lief an ihm vorbei und versteckte sich unter dem Bett.
"Hast du die ganze Nacht unter meinem Bett gelegen?" fragte er, erwartete aber keine Antwort.
Er öffnete die Tür zum Badezimmer.
Felizitas war nicht drin.
Im Vorraum, in dem er jetzt stand, lagen ihre Sandalen.
Auch am WC war sie nicht.
Er wollte eben seine Suche nach Felizitas im Stiegenhaus aufnehmen, als er bemerkte noch immer nackt zu sein. Rasch schloss er die bereits geöffnete Wohnungstüre wieder.
Barfuss, aber nun mit Hose und T-Shirt bekleidet, stieg er dann die Treppe bis zur Kellertüre hinunter. Die Türe war versperrt.
Martin stieg die wenigen Stufen bis zur Hauseingangstüre hinauf und lehnte sich nachdenklich an die Wand.
Einer der Mieter kam soeben die Treppen herunter.
Die Männer wünschten einander den üblichen "Guten Morgen".
Der Mann sah Martin an. "Suchen sie etwas?" frug er.
"Eine Frau," war Martins Antwort.
Der Mann begann laut zu lachen. "Versuchen sie es doch mit einer Annonce," riet er ihm und verließ, davon überzeugt eben eine wunderbar witzige Bemerkung gemacht zu haben das Haus.
Martin ging zurück in seine Wohnung. Er füllte Wasser in den Behälter der Kaffeemaschine, setzte den Filter auf die Kanne, schob diese unter den Auslaufbogen der Maschine und presste den Schalter.
Er ging zum Zimmertisch, drehte aber wieder um. Schaltete die Kaffeemaschine aus, zog die Kanne mit dem Filteraufsatz raus. Füllte nun gemahlenen Kaffee in den Aufsatz, schob die Kanne wieder an ihrem Platz, schaltete die Maschine ein.
"Ganz ordentlich verwirrt, heute," sagte er halblaut.
Im Zimmer starrte er lange Zeit Felizitas Kleid an.
"Läuft dein Inhalt zur Zeit nackt durch die Stadt?" sagte er. Wie zuvor bei seiner Frage an die Katze, erwartete er auch diesmal keine Antwort.
Er rief in der Firma an die er gemeinsam mit zwei Freunden, Fritz und Anton, führte.
"AFM-Betriebsberatung, guten Morgen." Meldet sich Anton.
"Hallo Anton, hier spricht Martin. Du, heute werde ich erst gegen Mittag im Büro sein."
"Zuviel gesoffen?"
"Nein, es ist ...... wegen einer Frau."
"Ich lasse sie schön grüßen!"
"Sie ist nicht mehr hier."
"Hatte sie es so eilig oder warst du unmöglich?"
"Bitte, jetzt keine Scherze. Hab ein ziemliches Problem."
"Ich gebe dir die Telefonnummer von einem guten Anwalt. Oder brauchst du eher einen Arzt?"
"Blödmann! Keinen der beiden. Ich erzähle dir die ganze Geschichte wenn ich im Büro bin. Also, bis dann."
Er legte auf.
Was konnte er noch tun? Er suchte im Telefonbuch die Nummer der Polizeidirektion. Rief an und verlangte die Pressestelle. Den Beamten stellte er sich als neuer Mitarbeiter einer der Lokalzeitungen vor.
"Wissen sie schon näheres über die Frau, welche in den frühen Morgenstunden, nackt aufgegriffen wurde?" fragte er den Beamten und versuchte professionell zu klingen.
"Dieser Vorfall ist hier nicht bekannt. Aber warten sie einige Sekunden, ich werde mich erkundigen."
Der Beamte meldete sich wieder: "Ich habe über Funk alle Dienststellen kontaktiert. Auf keiner wurde solch Vorfall protokolliert. Woher haben sie ihre Information?" wollte er noch wissen.
"Ich hörte Gäste in einem Lokal darüber reden," gab er zur Antwort.
"Oft machen sich Leute nur wichtig mit solchen erfundenen Geschichten. Sind sie neu im Job?"
"Knappe drei Wochen," log Martin.
"Sie werden noch öfter über solche Stories stolpern," meinte der Beamte und fügte hinzu: "Viel Erfolg noch bei ihrer Arbeit."
Dann war die Verbindung unterbrochen.
Er überlegte. Sollte er die Spitäler anrufen? Nein, entschied er. Wenn jemand nackt und ohne Ausweis und Geld in einem Spital aufgenommen wird, würde dieses sicher die Polizei verständigen. Bei dieser wurde aber "kein solcher Vorfall protokolliert" wie ihm der Pressedienst versichert hatte.
Wieso war er so davon überzeugt, dass sie nackt sein musste? Er öffnete den Kleiderschrank im Vorraum. Hosen, Jacken, Hemden waren vollzählig vorhanden. Bei seinen T-Shirts konnte er nicht wirklich sicher sein. Bei seinen Socken noch weniger – gab es überhaupt Menschen welche die genaue Anzahl ihrer Socken wussten? Seine Unterwäsche ignorierte er. Nichts davon kann einen Körper, auch wenn dieser zierlich und maximal 160cm groß war, so umhüllen, dass nicht sofort die Menschen auf der Strasse nach der Polizei riefen und der oder die Person in der psychiatrischen Klinik landen würde.
Die psychiatrische Klinik! Hier wollte er es noch versuchen. Er suchte die Telefonnummer, wählte, ließ sich mit der Aufnahmekanzlei verbinden.
"Oberschwester Steininger" meldet sich eine Frauenstimme.
Er log wieder über seine Beschäftigung bei der Lokalzeitung und frug nach der nackten Frau, welche heute morgen eingeliefert oder aufgenommen worden war.
"Wir haben in den vergangen Stunden überhaupt keine Frau aufgenommen. Nur zwei Männer, Alkoholiker. War eine ruhige Nacht," sie begann über die Arbeit auf ihrer Station zu sprechen. Ob er nicht einmal einen Bericht über die Arbeit in der Abteilung schreiben wolle? Sie könne ihm viele interessante Geschichten erzählen. Sie findet es wichtig, die Öffentlichkeit über die hier geleistete Arbeit zu informieren. Er unterbrach ihren Redefluss. Er sei heute sehr in Eile, würde sich aber in den kommenden Tagen wieder bei ihr melden.
Er atmete tief durch nachdem er das Gespräch endlich beenden hatte können.
Felizitas schien verschwunden, aufgelöst.
Die Katze fiel ihm wieder ein. Er versuchte sie unter dem Bett hervor zu locken. Kein Resultat. Mit dem Besen wollte er sie vorziehen. Die Katze sprang über diesen und versteckte sich unter dem Tisch.
Er gab die Jagd auf. In der Küche trank er seinen Morgenkaffee. Er hatte keinen Appetit. Aß nichts, rauchte nur.
Es war kurz vor 10h.
Er wusch sich, zog sich an und machte sich auf den Weg ins Büro. Das Zimmerfenster ließ er offen stehen. Um die Katze wollte er sich am Abend kümmern.
Er verließ das Haus. Im Bus entschied er, seinen Freunden seine Geschichte nicht zu erzählen.
Als er abends nach Hause kam war die Katze fort. Sie musste aus dem offenen Zimmerfenster gesprungen sein.
Katzen können aus großer Höhe fallen ohne sich zu verletzen, erinnerte er sich.
Felizitas blieb verschwunden. Auch die Katze sah er nicht mehr.
-°-°-°-
Drei Tage später, kurz vor halb sieben, saß er in der Küche bei seinem Frühstück als es an seiner Wohnungstüre klingelte.
Er öffnete. Felizitas stand vor ihm. Sie Hatte eine kleine Reisetasche in ihrer linken Hand. Ein Regenmantel lag zwischen den Griffen auf der Tasche.
"Kannst du mir das abnehmen?" bat sie und hielt ihm die Tasche hin. Unsicher lächelte sie ihn an.
"Hallo," sagte er und nahm ihr die Tasche ab.
"Es war nicht leicht das Haus wieder zu finden. Ich wusste ja die Hausnummer nicht," damit ging sie an ihm vorbei ins Zimmer.
Sie setzte sich in einen der beiden Stühle.
"Überhaupt war es nicht einfach wieder zu kommen," fuhr sie fort "aber ich habe es geschafft. Ich wollte es schaffen. Jetzt bin ich hier! Freust du dich?"
"Riesig! Du bist vor drei Tagen ohne ein Wort zu sagen, mitten in der Nacht verschwunden. Hast dich all die Tage nicht gemeldet. Ist doch klar, dass ich mich jetzt freue dich wiederzusehen." Er machte eine Pause "Hast du sieh noch alle!" schrie er dann "Du verschwindest einfach, tauchst wieder auf und erwartest, dass ich einen Freudentanz aufführe?!"
"Nein" sagte sie bestimmt.
"Was, nein?"
"Du musst keinen Freudentanz aufführen meine ich. Normal freuen genügt."
"Oh danke! Find ich ja ganz toll, das normal freuen ausreicht. Sag, hast du nicht einiges zu erklären?"
"Zum Beispiel?"
"Zum Beispiel wo du so plötzlich hin verschwunden bist, - ohne Kleid."
"Meine Sandalen müssen auch noch hier irgendwo rumstehen" war ihre Antwort.
"Sie stehen im Schrank. Antworte mir bitte!"
"Was soll ich antworten auf den Satz: Sie stehen im Schrank?" sie sah ihn fragend an.
"Bitte jetzt keine Spielchen! Meine Frage war, wo du nackt hinverschwunden bist."
"Ach so, das. Ich musste dringend nach Hause. Hatte irgendwie Termine durcheinander gebracht. Beeilte mich dann, rechtzeitig dort zu sein, wo ich hin wollte. Du hast so fest geschlafen. Ich wollte dich nicht wecken."
"Nackt, ohne Geld, mitten durch die Stadt?"
"Nackt, ohne Geld aber nicht mitten durch die Stadt. Du lebst am Stadtrand. Also lief ich schon bald über Wiesen, Felder. So früh am Morgen sind noch keine Wanderer unterwegs."
"Du bist also nackt über Wiesen und Felder gelaufen – am frühen Morgen – bis zu dir nach Hause. Und? Hast du’s geschafft?"
"Nein"
"Nein? Was ist geschehen?"
"Ich kann’s dir nicht sagen – erklären"
"Wieso nicht?"
"Hast du noch Kaffee? Kann ich eine Tasse davon haben?"
"Warum weichst du mir aus?"
"Ich weiche dir gar nicht aus! Ich habe dich gesucht! Wie ich schon sagte, war es nicht leicht dich zu finden. Aber ich habe es geschafft. Bekomm’ ich jetzt Kaffee?"
Martin schwieg. Dann sagte er: "Kaffee steht in der Küche. Tassen auch. Ich muss telefonieren."
Sie ging um ihren Kaffee zu holen. Martin rief in seiner Firma an. Wieder war es Anton der sich meldete.
"Guten Morgen Anton, Martin. Du ich komme heute wieder etwas später"
"Frau?" frug Anton.
"Ja"
"Die selbe?"
"Ja"
"Vielleicht doch nen Anwalt?"
"Depp" und Martin legte den Hörer auf.
Felizitas stand mit einer Tasse Kaffee im Türrahmen zur Küche. Sie trug ein dunkles Top und einen weiten Rock aus einem leichten Baumwollstoff, Grundfarbe sonnengelb mit unregelmäßig darauf verteilten Farbmustern. Der Rock bedeckte ihre Beine bis zur halben Wade. Unter dem enganliegenden Top, waren die Umrisse ihrer, kleinen Brüste deutlich zu erkennen.
Martin holte tief Luft, versuchte das in ihm aufsteigende Verlangen nach ihrem Körper zu verdrängen. Das Verlangen diese weichen, zarten Brüste zu liebkosen, in ihre Liebesgrotte einzudringen.
Zu ihr gewandt sagte er: "Das ist diese Woche schon das zweite Mal, dass ich später komme. Na, nicht so schlimm. Was hast du vor? Wie soll’s weiter gehen? Mit dir und mir?"
"Ich finde das gut."
"Was findest du gut?"
"Das du deinen Job nicht so ernst nimmst."
"Wieso glaubst du, dass ich meinen Job nicht ernst nehme?"
"Du hast eben gesagt, es ist nicht schlimm, dass du diese Woche......"
"Felizitas, bitte!" unterbrach er sie. Irgend wie fühlte er sich genervt. "Also, wie soll’s weiter gehen?"
"Wenn es mit dir OK ist, kann ich einige Tage bleiben. Ich habe in der Stadt einiges zu erledigen. Ich habe auch meine Zahnbürste dabei." Und sie zeigte auf die mitgebrachte Tasche.
"Ja also, wenn du deine Zahnbürste mit hast, kannst du natürlich bleiben. Ich muss aber trotzdem ins Büro."
"Ich kann auch nicht den ganzen Tag in der Wohnung herumsitzen. Wie ich schon sagte habe ich einiges zu erledigen."
Gemeinsam verließen das Haus. Trafen einander abends in einem kleinen Lokal im Zentrum der Stadt. Fuhren gemeinsam in seine Wohnung. Begannen ihr Liebesspiel in dem Augenblick als er die Wohnungstüre hinter ihnen schloss. Liebten einander zum erstenmal an jenem Abend bereits im Zimmer.
Sie stützte sich auf den Tisch, er nahm sie von hinten. Trug sie aufs Bett. Erforschte ihren Körper mit seiner Zunge. Trank ihren Nektar. Diesen wunderbar nach Himbeeren schmeckenden Nektar!
Füllte mit seinem Schwanz ihre Grotte aus. Ließ sein Sperma in sie fließen.
Schlief, sie in seinen Armen haltend, ein.
-°-°-°-
Viele Wochen, Monate, waren die beiden nun schon zusammen. Tage und Nächte der Ekstase lagen hinter ihnen. Immer wieder verschwand Felizitas für einige Tage. Nie wusste er wohin sie dann ging. Auch woher sie kam sagte sie ihm nie. Er stellte ihr dazu auch keine Fragen mehr.
Sie sei Künstlerin, hatte sie ihm einmal erklärt. Malerin. Offenbar verkaufte sie auch immer wieder Bilder.
Sie hatte Geld. Lud ihn sogar manchmal in ein Lokal ein. Kaufte Kinokarten, stand mit Plastiksäcken voll Lebensmittel abends vor der Türe.
Von der Hausverwaltung besorgte er sich einen Zweitschlüssel für seine Wohnung. Gab diesen ihr, um sie unabhängig von seinem Kommen und Gehen zu machen.
Gemeinsam besuchten sie Konzerte, sahen sich Filme an, unternahmen Spaziergänge, Wanderungen, besuchten Freunde, nahmen an Parties teil.
Felizitas fanden alle seine Freunde sehr nett. Auch deren Frauen, Freundinnen freundeten sich rasch mit Felizitas an, verabredeten sich mit ihr zu "Frauenabenden ohne Männer".
Felizitas war akzeptiert. Beliebt.
Nur zwei Vorfälle in dieser Zeit machten Martin nachdenklich.
Der erste ereignete sich, als sie gemeinsam mit Freunden in einem Lokal saßen. Mit in der Runde waren Albin und Martina. Die beiden waren schon einige Jahre ein Paar und hatten vor Kurzem ein Haus angemietet. Martina sagte, nun, da sie "im Grünen" wohnen, möchte sie gerne eine oder zwei Katzen haben. Albin stimmte ihr zu, machte aber klar, dass die Tiere sterilisiert werden müssten. Als Felizitas dies hörte, wurde sie sehr erregte. Niemals, sagte sie Albin dürfe ein Tier sterilisiert werden. Niemals! Die Menschen wüssten nicht, welches Leid sie damit über das Tier brächten. Albin versuchte seinen Standpunkt zu argumentieren. Felizitas wurde immer lauter, begann zu weinen. Tränen rannen über ihre Wangen als sie Albin anschrie, dass was er vorhabe sei ein ganz gemeines Verbrechen gegen das Tier. Sie sprang auf und rannte aus dem Lokal.
"Was hat sie?" wandte Albin sich fragend an Martin.
"Sie kann niemals Mutter sein," antwortete Martin und ging auf die Strasse um Felizitas zu suchen.
Der zweite Vorfall ereignete sich im Spätsommer. Die beiden waren zu einer Gartenparty eingeladen. Einer der Freunde machte Fotos der Gäste. Als er auch Martin und Felizitas fotografierte, sprang diese auf und verlangte, dass er den Film aus der Kamera nehme. Er weigerte sich lachend und Felizitas wurde richtig hysterisch. Zuletzt nahm der Mann den Film dann doch aus dem Apparat und gab in ihr. Sie riss das Filmband aus der Spule und schrie, dass niemals, niemals irgend ein Foto von ihr gemacht werden dürfe. Sie verlangte das Versprechen, dass dieser Wunsch immer beachtet wird.
Vergangenen Samstag waren Felizitas und Martin bei Fritz’ Geburtstagsfeier. Heute, Mittwoch, war Martin alleine in seiner Wohnung. Felizitas würde morgen Abend wieder bei ihm sein. Martin hörte Musik und las.
Das Telefon läutete.
Martin hob den Hörer ab.
"Ja bitte?"
"Martin? Hier spricht Anton. Kannst du sofort zu mir kommen?" Seine Stimme klang aufgeregt.
"Was ist los?"
"Ich muss dir unbedingt etwas zeigen!"
"Hat das nicht Zeit bis morgen?"
"Hör mir gut zu, Martin. Es ist nicht so, dass ich vor Einsamkeit sterbe und unser Zusammensein im Büro, 8 Stunden am Tag, ist sicher mehr als ausreichend. Wenn ich dich also frage, auffordere, sofort zu mir zu kommen, spricht aus diesem Worten nicht die Sehnsucht nach dir sondern Dringlichkeit! Also, komm! Es ist wirklich wichtig!"
"Danke für deine Offenheit, mein Alter. Ich komme, bin sozusagen schon unterwegs."
Knapp 40 Minuten brauchte Martin, um Antons Wohnung zu erreichen. Anton führte ihn ins Wohnzimmer, bat ihn sich zu setzen. Ein Stoss Fotos lag auf dem Tisch, daneben die Ausarbeitungstasche eines Supermarktes.
>Der Sparmeister pfeift auf Qualität und lässt seine Bilder von Fotocomputern ausarbeiten< dacht Martin.
"Auf Fritz’ Geburtstagsfeier habe ich einige Fotos gemacht," begann Anton, "sieh sie dir an."
Martin nahm den Stoss Fotos und sah diese rasch durch.
"Bist ein guter Knipser, äh, Fotograf wollte ich sagen. Und dafür lockst du mich aus meiner gemütlichen Wohnung?" meinte Martin.
"Ein Foto ist noch in der Tasche," antwortete Anton, "ich hatte eigentlich nicht vor euch beide, Felizitas und dich zu fotografieren. Trotzdem seit ihr aber auf dem Foto. Nein, nicht ihr seit auf dem Bild. Genaugenommen nur du. Aber sieh es dir an."
Martin nahm das Bild aus dem Umschlag.
Anton hatte das Foto gemacht, als Fritz die Kerzen auf seiner Geburtstagstorte ausblies. Neben Fritz sasen Gerti und Hans. Neben Hans, so erinnerte sich Martin saß Felizitas und neben ihr, er.
Auf dem Foto sah man gerade, wie sich Fritz über seine Torte beugte. Gerti hatte ihre Arme erhoben und applaudierte über ihren Kopf. Dazu sangen sie alle "Happy Birthday", Hans sah mit seinem geöffneten Mund lächerlich aus.
Martin ebenso. Nur der Grund dafür war ein anderer.
Sein rechter Arm war in Schulterhöhe eigenartig in der Luft abgewinkelt, so als umarme er damit jemanden. Der Sessel neben ihm war leer.
Nein. Nicht leer.
Auf dem Sessel saß, aufgerichtet auf ihren Hinterpfoten ein Katze. Ein weiße Katze. Martin hatte diese Katze schon einmal gesehen. Vor vielen Wochen. Morgens in seiner Wohnung. Ihre Vorderpfoten hatte sie auf den Tisch gelegt, den Kopf zu Fritz gedreht.
Martins Hände zitterten.
"Kann ich das Foto haben? Und auch das Negativ?"
Anton nahm die Negativstreifen aus dem Umschlag. Er holte ein Messer aus der Küche. Nachdem er das Negativ auf den Streifen gefunden hatte, schabte er die Beschichtung mit dem Messer ab.
"Genügt’s?" frug er.
"Danke. Das Foto?"
"Nimm es," sagte Anton.
Martin fuhr zu seiner Wohnung. Er verließ den Bus aber an irgendeiner Haltestelle. Suchte ein Lokal.
Trank ein Bier. Hatte das Foto vor sich auf dem Wirtshaustisch liegen.
Viele Fragen würde Felizitas zu beantworten haben. Und? Dann? Welche Bedeutung haben die Antworten?
Er liebte sie. Das eben Erfahrenen beeinflusste seine Liebe nicht. Und ihre Antworten? Was wird anders dadurch?
Er bestellte noch ein Bier.
Gedanken schwammen durch seinen Kopf. Bilder. Felizitas nackter, zarter Körper, ihr blondes, fast weißes Haar. Ihre in ekstatischer Lust verschlungenen Körper.
Er trank sein drittes Bier. Es erinnerte ihn an Himbeeren.
Er zerknüllte das Foto. Ließ es am Tisch liegen.
An der Bar verlangte er zu telefonieren. Der Wirt wies ihm den Weg zur Telefonzelle.
Anton musste neben dem Telefon gesessen haben. Noch während des ersten Rufsignals meldete er sich.
"Anton, ich möchte, dass über dieses Foto nie mehr gesprochen wird," sagte er.
"Foto? Ich weiß nicht von welchem Foto du sprichst," antwortete Anton.
"Danke," sagte Martin.
Martin fuhr nach Hause.
Morgen Abend wird Felizitas wieder bei ihm sein. Felizitas mit ihrem blondem, fast weißem Haar. Felizitas mit ihren zarten, weichen Brüsten die so perfekt zu ihrem Körper passten, in seine Hände.
Und er wird wieder Himbeeren schmecken – morgen, abends.

Copyright Michael Müller 2004

 

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