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CF... Was für ne Party?, Die

Teil 1 - Die CF... Was für eine Party?
Teil 2 - Aimees WG
Teil 3 - Im Chaos der Gefühle
Teil 4 - Irrungen und Wirrungen und andere Peinlichkeiten
Teil 5 - Muss man denn erst sterben, um zu leben
Teil 6 - Wo die Liebe beginnt, da endet die Zeit
Teil 7 - Baba im Bad
Teil 8 - (K)ein Platz für Baba
Teil 9 - Noch einmal CFNM
Teil 10 - Babas Rückkehr
Teil 11 - Ménage à trois

 

Jürgen Lill 

Ich lag noch im Bett, als das Telefon klingelte. Es war bereits halb elf. Aber wenn man, so wie ich, keiner geregelten Arbeit nachgeht, dann wird schnell mal die Nacht zum Tag und man verschläft die beste Zeit des Tages.
Nicht dass ich weggehen oder feiern würde. Nein; Im Großen und Ganzen führe ich sogar ein ziemlich zurückgezogenes Leben. Weggehen und Feiern könnte ich mir auch gar nicht leisten. Aber abgesehen davon bin ich auch nicht der Typ, der ausgeht. Meine Unternehmungen haben fast immer einen künstlerischen Hintergrund. Ich schreibe, ich fotografiere, und seit einiger Zeit stehe ich in verschiedenen Kunstschulen Modell für Zeichenkurse. Das ist im Moment auch das Einzige, wodurch ich mich finanziell über Wasser halte. Es ist das Einzige, das mir ein halbwegs regelmäßiges Einkommen sichert. Das soll aber nicht heißen, dass ich den Job nur des Geldes wegen mache. Natürlich mache ich ihn wegen des Geldes. Aber was ich meine ist, dass ich nicht alles für Geld mache. In Zeichenschulen Modell stehen ist eine künstlerische Ausdrucksform für mich und eine interessante, neue Erfahrung.
Als Autor bin ich alleiniger Herr über meine Geschichten und ihre Protagonisten. Und als Fotograf bin ich derjenige, der das Model leitet und der ihm seine Posen und Blicke vorgibt. Wenn ich selbst Modell stehe, bin ich derjenige, der sich anleiten lässt, dann bin ich der, der das umsetzt, was der Kunstlehrer seinen Schülern als Pose vorgeben möchte. Und das ist es, was diese neue Erfahrung ausmacht; die Perspektive zu wechseln und an die Kunst von einer anderen Seite heranzugehen.
Ich kenne viele Menschen, die das nicht können. Sie sind entweder Regisseure oder Darsteller. Viele Regisseure (ich nenne sie jetzt einfach mal Regisseure. Es können aber genauso gut Fotografen, Autoren oder irgendwelche Chefs sein), die alle Bilder ihres Stücks bereits im Kopf haben und genau wissen, wie sie ihre Darsteller (Darsteller, Models, Angestellte …) platzieren, leiten und lenken müssen, wären selbst niemals in der Lage, irgendetwas anderes, als sich selbst darzustellen. Und viele Darsteller, die auf der Bühne oder vor der Kamera Götter sind, könnten andere Darsteller selbst niemals so dirigieren, dass daraus trotz deren Talent ein brauchbares Bild oder Stück entstehen würde. Den meisten davon muss man allerdings zugute halten, dass sie es gar nicht erst versuchen.
Für mich ist es wichtig, beide Seiten zu kennen, denn nur wenn ich selbst Darsteller bin, kann ich mir als Regisseur auch vorstellen, ob die Bilder, die ich im Kopf habe, von einem anderen Darsteller auch umgesetzt werden können. Und wenn ich selbst auch Regisseur bin, fällt es mir als Darsteller viel leichter, die Ideen und Anweisungen des Regisseurs zu verstehen und umzusetzen.
Entschuldigung. Ich habe noch nicht einmal mit meinem Bericht begonnen und schweife schon ab. Also zurück zum Telefon:
Als es klingelte, dauerte es eine Weile, bis ich das unangenehme Geräusch, das mich so unvorbereitet aus meinen Träumen riss, als das das erkannte, was es war; als mein Telefon. Brummend tastete ich nach dem Hörer, während ich mühsam aber erfolglos versuchte, meine Augen zu öffnen. Und brummend meldete ich mich auch: „Schlaflabor Meier! Wer stört?“
Es dauerte etwa zwei Sekunden, bevor sich eine weibliche Stimme auf meinen höflichen Guten Morgen Gruß meldete.
„Ähm, Jack? Bist Du das?“ fragte die Stimme hörbar verunsichert.
Jetzt brauchte auch ich etwa zwei Sekunden, um die Stimme und die Frage in Einklang zu bringen, was den Prozess des Wachwerdens zumindest etwas beschleunigte, weil es ja doch eine ziemlich schwere Denkarbeit war, zumindest im Anbetracht dessen, dass ich eben erst aus dem Schlaf gerissen worden war. Ich heiße nicht Jack; Hieß ich auch zum Zeitpunkt des Anrufs nicht. Ich heiße Jace! Aber in der Kunstakademie nannten mich die Lehrer und Schüler meistens Jack – weil ich angeblich wie ein Pirat aussehe! Das ist aber totaler Quatsch, vor allem wenn man bedenkt, dass es sich bei den Kursen der Akademie um Aktzeichnen handelt. An meiner Art, mich zu kleiden konnte die Assoziation also nicht liegen.
„Hallo?“ fragte die Stimme am anderen Ende der Leitung nach Ablauf der zwei Sekunden.
„Ich überlege noch!“ brummte ich in den Hörer, da mein Gedankengang noch nicht abgeschlossen war.
„Was denn?“ fragte die Stimme leicht amüsiert, „Ob Du Jack bist?“
Anscheinend hatte die Besitzerin der Stimme inzwischen die Gewissheit erlangt, dass ich wirklich der war, für den sie mich hielt, bzw. den sie auf meiner Seite der der Leitung vorzufinden erwartet hatte, als sie angerufen hatte, denn sie fuhr fort: „Hier ist Katrin vom Zeichenkurs! Ich hätte einen Job für Dich heute Abend. Hast Du Interesse?“
Katrin, ja klar, dachte ich mir. Eigentlich hätte ich ihre Stimme erkennen müssen; Hätte ich sicherlich auch, wenn ich schon munter gewesen wäre.
„Hi Katrin“, antwortete ich, während ich mich im Bett aufsetzte. Und jetzt brummte ich auch nicht mehr.
Wenn ich Modell stehe, bin ich normalerweise sehr souverän und konzentriert. Aber wenn Katrin, die zwar keine gute Zeichnerin ist, dafür aber verdammt gut aussieht und das auch weiß, in der ersten Reihe sitzt, muss ich mich oft sehr beherrschen, um keine verräterischen Bewegungen in meiner Körpermitte entstehen zu lassen. Katrin kleidet sich auf stilvolle Art sehr leger. Und sie lässt bei den Herrenhemden, die sie gerne trägt, oftmals mehr Knöpfe offen stehen, als es gut für das Herz, oder sonstige stark durchblutete Körperteile eines Mann ist, der ihr nackt gegenüber steht und sich nicht bewegen darf. Manchmal ist es schon fast ein Akt übermenschlicher Selbstbeherrschung, keine Regung bei ihrem Anblick zuzulassen. Selbst wenn ich es vermeide, sie direkt anzusehen, ist das Wissen, mehr oder weniger freien Blick auf ihre vollen, runden Brüste zu haben, schon ausreichend, um ein Ziehen in meinen Lenden zu erzeugen. In solchen Situationen hilft es nur noch, wenn ich mich dazu zwinge, an etwas anderes zu denken, z. B. von eins bis tausend zu zählen und wieder zurück.
Dabei hätte ich Kartrins offenherzigen Anblick wirklich gerne genossen. Aber in diesen Situationen war es mir einfach nicht möglich, wenn ich nicht riskieren wollte, vor dem kompletten Kurs eine Erektion zu bekommen.
An einem Job hatte ich natürlich Interesse, wenn es etwas war, was mir lag und was auch bezahlt würde. Also fragte ich: „Was denn für einen Job?“
„Heute Abend findet eine Party statt. Und dafür bräuchte ich noch ein männliches Model. Das wären schnell und leicht verdiente hundert Euro für Dich!“
„Wenn Du meinst, dass ich da passe, …“ begann ich etwas skeptisch. Aber Katrin schnitt mir das Wort ab.
„Natürlich passt Du!“ sagte sie euphorisch und voller Überzeugung. Aber vermutlich wollte sie damit aber vor allem mich überzeugen.
„Was ist das denn für eine Party?“ fragte ich, da ich nicht wusste, was ich als Model auf einer Party eigentlich sollte.
„Eine CF… Party“ nuschelte Katrin ziemlich undeutlich, was sehr eigenartig war, da sie sich ansonsten immer sehr deutlich artikulierte.
„Eine CF… Was für ne Party?“ fragte ich deshalb nach.
„Es sind nur Mädels da. Das wird Dir gefallen, Jack!“
„Und wann …“ begann ich von Neuem.
„Ich hol’ Dich um halb acht ab!“ antwortete Katrin, bevor ich meine Frage überhaupt formuliert hatte. Und bevor ich noch weitere Fragen stellen konnte, sagte sie schnell: „Also dann, bis heut Abend. Ich freu mich“ und legte auf.
Hab ich jetzt zugesagt? fragte ich mich, da ich Katrin nichts mehr fragen konnte. Aber dann dachte ich mir: Eine Party mit lauter Mädels! Das kann doch so schlecht nicht sein.
Und so nahm das Schicksal seinen Lauf.
Den Tag verbrachte ich, ohne mir weitere Gedanken über die bevorstehende Party zu machen. Ich absolvierte mein Trainingsprogramm und schrieb danach an einer Kurzgeschichte weiter, die ich schon vor einiger Zeit begonnen, aber nie beendet hatte. Erst kurz vor neunzehn Uhr fiel mir der Job wieder ein, den ich an diesem Abend noch zu erledigen hatte. Also riss ich mich von meiner Geschichte los und duschte, um für das Bevorstehende, was auch immer es sein mochte, frisch zu sein.
Katrin kam erst kurz vor acht. Als sie endlich klingelte, war ich schon lange fertig und bereit für eine Party, für deren Besuch ich bezahlt werden sollte. Trotzdem fühlte ich mich etwas befangen, da ich, wie bereits erwähnt, eigentlich gar nicht so sehr der Partytyp bin. Und die Zeit des Wartens hatten meine Bedenken nur noch verstärkt.
„Hi Jack“, grüßte Katrin lächelnd und küsste mich auf beide Wangen.
„Hi“ grüßte auch ich. Ich hatte Katrin noch nie außerhalb des Kurses gesehen. Manchmal hatten wir vor Beginn der Stunde oder danach ein paar Worte miteinander gewechselt. Und ich hatte dabei auch immer ein leichtes Prickeln gespürt. Trotzdem war nie mehr daraus geworden. Ich wusste nicht einmal, woher sie meine Telefonnummer gehabt hatte.
„Bist Du fertig?“ fragte Katrin und ich bemerkte, dass sie ziemlich aus der Puste war.
„Seit einer halben Stunde!“ antwortete ich mit einem leicht vorwurfsvollen Unterton. Ich machte gar nicht den Versuch, galant zu sein und die typisch weibliche Verspätung höflich zu übergehen.
„Die Mädels werden Deinen Charme lieben!“ erwiderte Katrin lächelnd, nahm mich bei der Hand und zog mich hinter sich her aus der Wohnung.
„Zuerst hab ich die Hausnummer nicht gefunden“, erklärte sie auf dem Weg zu ihrem Wagen entschuldigend, „und dann keinen Parkplatz. Jetzt sind wir ziemlich spät dran.“
Eigenartig, dachte ich mir, da man hier überall parken konnte, sogar direkt vor dem Haus. Aber ich sagte nichts, sondern ließ mich, neugierig geworden, weiter von Katrin zu ihrem Wagen ziehen. Sie hatte einen alten, klapprigen VW-Bus, der wie aus den Sechzigern des letzten Jahrhunderts wirkte.
Der Bus war genauso laut, wie klapprig. Eine Unterhaltung war während der Fahrt so gut wie nicht möglich, wenn man nicht versuchen wollte, das gefährlich klingende Rasseln des Diesels zu überbrüllen. Das taten aber weder Katrin, noch ich, obwohl ich noch einige Fragen zum Ablauf der Party und zu meiner Rolle dabei gehabt hätte. Aber mir dröhnten schon vom Lärm des Wagens die Ohren. Da musste ich nicht noch eine Unterhaltung führen, bei der man sich hätte anschreien müssen, um sich verstehen zu können.
Es war bereits kurz vor neun, als wir unser Ziel am anderen Ende der Stadt erreichten. Als Katrin geparkt und den Motor ausgestellt hatte, zückte sie ihr Portemonnaie und reichte mir einen Hunderteuroschein.
„Hier“, sagte sie, „das ist schon mal Deine Gage.“
Ich nahm den Schein und wollte eben die Fragen stellen, die mir noch auf dem Herzen lagen, da hielt mir Katrin schnell einen Vertrag unter die Nase und sagte mit einem ungeduldigen Blick zur Uhr: „Du müsstest mir nur noch den Vertrag unterschreiben.“
„Einen Vertrag?“ fragte ich skeptisch, da ich mir das Ganze etwas unbürokratischer vorgestellt hatte. Automatisch griff ich aber nach dem Papier, um es durchzulesen.
„Wir sind schon spät dran“, hetzte mich Katrin.
„Ich möchte doch wenigstens wissen, was ich da unterschreibe“, erwiderte ich aber und begann zu lesen.
„Hiermit verpflichtet sich Jace Leroy auf der CFNM Party am … Was heißt denn CFNM?“ fragte ich stirnrunzelnd.
„Hab ich Dir doch schon gesagt“, antwortete Katrin ungeduldig. „Dass nur Mädels da sind.“
„Ja, aber was bedeutet CFNM?“ beharrte ich.
„Du weißt nicht, was CFNM bedeutet?“ fragte Katrin und gab sich überrascht. Ich schüttelte den Kopf.
„Clothed Female Nude Male!“ erklärte sie, als ob es wirklich das Normalste der Welt wäre. Und bevor ich mir überhaupt klar machen konnte, was das bedeutete, drängte sie mich schon wieder: „Hier unten musst Du unterschreiben. Komm schon, wir sind eh schon zu spät dran.“
Ich grübelte aber noch immer und fragte dann: „Ich soll nackt auf der Party sein?“
„Das ist doch auch nicht anders, als beim Aktzeichnen!“
„Und was soll ich da machen?“
„Du brauchst fast gar nichts zu machen. Du musst einfach nur da sein und den Mädels einen schönen Anblick bieten.“
Ich zögerte noch immer, da ich durch die neue Situation ziemlich verunsichert war. Da versuchte mich Katrin damit zu ködern, dass sie sagte: „Bei solchen Partys passiert es im Gegensatz zum Aktzeichnen ziemlich häufig, dass sich von den Mädels auch welche ausziehen!“
Ich hatte schon so lange keinen Sex mehr gehabt, dass ich mir ziemlich sicher war, den bewussten Anblick eines nackten Mädels nicht ohne Regung in meiner Körpermitte überstehen zu können. Auf der einen Seite war die Aussicht auf solche Aussichten ja überaus reizvoll, aber auf der anderen Seite …
„Du hättest mir vorher sagen sollen, um was es geht!“ sagte ich nachdenklich zu Katrin.
„Das hab ich doch!“ rechtfertigte sie sich mit vorwurfsvollem Unterton.
Um gar nicht erst eine längere Diskussion aufkommen zu lassen, erklärte ich Katrin ganz offen: „Hör zu Katrin: Ich hab schon seit längerer Zeit keinen Sex mehr gehabt. Ich hab schon genug zu kämpfen, wenn Du mit Deinen offenen Hemden im Kurs sitzt …“
„Ich weiß“, unterbrach mich Katrin lächelnd. Und als ich wieder weitersprechen wollte, schnitt sie mir sofort das Wort ab, indem sie mir erklärte: „Das ist hier nicht die Kunstakademie, Jack! Das ist eine Party mit Mädels, die Spaß haben wollen. Und Du bist auch nicht nur ein steif rumstehendes Model. Dafür darf bei Dir aber ruhig etwas steif werden!“
Ich glaube, ich errötete wie ein Schulmädchen, als ich das hörte. Aber Katrins bittender Blick und dabei ihre erfrischende Natürlichkeit waren so aufmunternd, dass ich den Vertrag unterschrieb, ohne ihn fertig gelesen zu haben. Katrin riss ihn mir sofort aus der Hand, nachdem ich unterschrieben hatte, steckte ihn ein und forderte mich, während sie schon selbst nach hinten kletterte, auf: „Jetzt aber schnell! Wir sind wirklich schon spät dran.“
Ich wusste nicht, was ich hinten im VW-Bus sollte und zögerte deshalb. Aber Katrin meinte ungeduldig: „Komm schon, Du musst Dich ausziehen!“
„Was denn, hier im Auto?“
„Ja natürlich! Hast Du den Vertrag nicht gelesen?“
Oh, wie ich sie in diesem Moment hasste. Sie hatte mich so lange belabert, bis ich den Vertrag unterschrieben hatte, ohne ihn ganz gelesen zu haben. Und jetzt fragte sie mich scheinheilig, ob ich ihn nicht gelesen hätte.
„Nein!“ antwortete ich missmutig, während ich selbst nach hinten kletterte.
„Gibt es noch mehr, was ich hätte lesen müssen, bevor ich den Vertrag unterschrieben habe?“ fragte ich und begann, die Knöpfe meines Hemdes zu öffnen.
„Nein, wie kommst Du denn darauf?“ antwortete Katrin mit gespielter Kränkung, die durch ihr Lächeln aber enttarnt wurde. „Du musst nur bereits nackt erscheinen … und nach Möglichkeit auch schon mit einem Ständer!“
Ich hielt im Aufknöpfen inne und starrte Katrin ungläubig an. Bevor ich meine Verwunderung aber artikulieren konnte, beruhigte sie mich schon mit der Versicherung: „Keine Angst. Das mach ich schon!“
Mein Blick wurde immer ungläubiger nehme ich an. Ich hätte meinen Gesichtsausdruck in dem Moment gerne im Spiegel gesehen.
Katrin öffnete den Reißverschluss meiner Hose und zog sie mitsamt meinem Slip nach unten.
„Mmmm!“ schnurrte sie beim Anblick meines Penis, der nicht wusste, ob er sich aufrichten oder zurückziehen sollte. „Den wollte ich schon immer mal aus der Nähe begutachten!“
Katrin packte ohne zu zögern zu. Die unerwartete Berührung ließ meinen Penis in ihrer Hand explosionsartig anschwellen.
„Siehst Du“, meinte sie begeistert, „es gibt gar keinen Grund zur Sorge!“
Ich sah das anders. Durch meine Keuschheit während der letzten Monate befürchtete ich, dass nicht nur die Größe meines Penis in ihrer Hand explodierte, sondern auch er selbst!
„Na los, hopp hopp!“ spornte mich Katrin an, während sie mich weiter stimulierte. „Raus aus den Klamotten!“
Ich zog mir das Hemd aus und schlüpfte aus den Schuhen und der Hose.
„Und jetzt?“ fragte ich unsicher, aber erregt. Ich gab mich der Erregung einen Moment hin und schloss die Augen. In dem Moment spürte ich einen kaum merklichen Stich in meiner Eichel. Ich nahm an, dass es Katrins Fingernagel gewesen wäre und blickte eher neugierig als besorgt nach unten. Aber da sah ich, dass Katrin mir mit einer Spritze etwas in meine Eichel injizierte. Ich zuckte zurück.
„Keine Angst!“ versuchte mich Katrin aufmunternd lächelnd zu beruhigen. „Das ist nur, damit Dein Ständer die Nacht durchsteht.“
„Du hättest mich vorher fragen können!“ protestierte ich.
„Genieße es einfach, Jack“ hauchte sie verführerisch und drückte einen Finger auf die haarfeine Blutfontäne, die aus dem Einstichloch in meiner prallen Eichel schoss.
Ich wollte widersprechen, spürte aber, wie sich meine Erregung von meiner Eichel aus in meinem Penis und meinem ganzen Körper zu einer mir bis dahin nicht gekannten Intensität ausbreitete. Meine Erektion schwoll zu einer rekordverdächtigen Größe an und meine Eichel war so prall wie eine überreife Tomate. Sie schien kurz vor dem Platzen zu sein. Aber es fühlte sich unglaublich gut an.
„Wie lange dauert die Party eigentlich?“ fragte ich, da ich mir plötzlich nichts sehnlicher wünschte, als ein erfüllendes sexuelles Abenteuer. Und Katrin wäre doch die perfekte Partnerin für dieses Abenteuer gewesen. Wenn wir die Party schnell hinter uns bringen konnten, dann hätten wir danach noch die aufgebaute sexuelle Spannung genießen können, dachte ich mir. Aber Katrins Antwort klang in dieser Hinsicht nicht ganz so zuversichtlich oder vielversprechend.
„Das ist bei so einer Party immer schwer vorherzusagen“, meinte sie, während sie mir einen ziemlich stramm sitzenden Cockring anlegte, der meine Erektion noch mehr steigern zu wollen schien. Das war aber kaum noch möglich. Katrin öffnete die seitliche Schiebetür von ihrem Bus und zog mich an einer mehrere Meter langen, dünnen, am Cockring befestigten Kette hinter sich her aus dem Wagen, schloss die Tür hinter mir wieder und zog mich dann, nackt wie ich war, weiter hinter sich her, über die Straße auf das Haus zu, in dem die CFNM-Party stattfand. Ein paar junge Frauen standen vor der Tür. Sie pfiffen und applaudierten begeistert, als sie uns auf der Straße erblickten.
„Das ist Dein Publikum!“ raunte Katrin mir zu. Und dann antwortete sie erst auf meine vorher gestellte Frage: „Die Party kann zwei Stunden oder auch die ganze Nacht dauern. Normalerweise ist es danach für Dich erledigt, außer …“
„Außer?“ fragte ich, als die Kunstpause unangenehm lang wurde.
„Außer eines der Mädels beansprucht Dich für sich.“
„Außer was?“ fragte ich überrascht noch einmal und blieb abrupt stehen. Da Katrin aber nicht stehen blieb, gab es einen heftigen Ruck, mit dem sie mich am Cockring weiter auf die Mädels zu zog.
„Keine Angst“, versuchte sie mich zu beruhigen, während sie mich aber unnachgiebig weiter zog. „So was kommt eigentlich nie vor. Das ist für die Mädels vor allem ein Spiel mit der eigenen Phantasie … Was wäre wenn, … Du verstehst schon!“
Ich war mir nicht sicher, ob ich wirklich verstand. Aber wir hatten die Straße überquert und die drei jungen Frauen vor dem Eingang der Lokalität erreicht. Sie bestürmten sofort Katrin mit Fragen und allerlei lautem Bla Bla, während sie mich und meinen steifen, pulsierenden Penis mit ihren Augen verschlangen. Langsam zweifelte ich doch wieder sehr, ob dieser Job wirklich etwas für mich war. Eine der jungen Frauen griff zwar zaghaft, aber doch sehr zielstrebig nach meinem Penis. Bevor sie ihn aber berührte, haute Katrin ihr auf die Finger.
„A, a, a,“ machte sie vorwurfsvoll. „Er gehört Euch erst da drin!“
„Na dann nichts wie rein!“ meinte die andere und lief mit ihren Freundinnen durch die Tür.
Ich sah Katrin fragend und mit einem Anflug von Panik an, sagte aber nichts und folgte ihr an der Kette in die für die Party gemietete Wirtschaft.
„Hallo Mädels“, rief Katrin schon an der Tür zu dem großen Saal, in dem sicherlich vierzig bis fünfzig junge Frauen anwesend waren, von denen ich mir nicht mal bei allen sicher war, ob sie überhaupt schon volljährig waren. Es war eine ausgelassene Stimmung. Die ‚Mädels’ feierten und tanzten. Da die Musik recht laut war, ging Katrins Ruf ziemlich unter. Aber die drei vorausgeeilten Mädels hatten unsere Ankunft wohl schon angekündigt, so dass sich in der näheren Umgebung der Tür doch viele neugierige und gierige Blicke auf uns, bzw. mich richteten.
„Mach doch mal die Musik leiser!“ rief eine dem weiblichen DJ, also der DJane zu. Die Musik wurde heruntergedreht und Katrin rief erneut in die Runde, deren volle Aufmerksamkeit sie jetzt hatte: „Hallo Mädels, hier ist meine versprochene Überraschung für den Abend“
Und damit zog sie mich mit einem übertrieben festen Ruck an der Kette nach vorne. Ein Raunen der Begeisterung ging durch die Menge. Aber ich glaube, das galt eher der Art, in der Katrin mich hier vorführte, als mir selbst.
„Mädels, Jack! Jack, Mädels!“ stellte sie uns einander vor und ich wurde das eigenartige Gefühl nicht los, dass ich bei dieser Vorstellung irgendwie im Nachteil war.
„Er gehört Euch!“ rief Katrin den Mädels zu und warf das Ende der Kette ziellos in die Menge. Bisher hatte ich kaum auf die Gesichter der Mädels achten können. Während ich meinen Blick nervös über die Menge hatte schweifen lassen, war mir nur aufgefallen, dass kaum eine von ihnen älter als fünfundzwanzig sein konnte. Als Katrin mich jetzt mit der Kette buchstäblich der Meute zum Fraß vorwarf, überkam mich wieder eine ziemliche Panik. Ich sah, wie sich die Mädels wie Rugby-Spieler auf die Kette stürzten. Aber die, die das Ende der Kette auffing, stand ganz ruhig da. Sie griff einfach in die Luft und hatte es in der Hand, während die anderen sich noch gegenseitig behinderten. Mein Blick suchte das Gesicht des Mädchens, das am anderen Ende der Kette stand, die an meinem Cockring hing. Und als ich es gefunden hatte, drehte ich mich blitzschnell und jetzt wirklich in Panik um.
Ich kannte dieses Mädchen. Ich kannte es sogar sehr gut. Sein Name war Aimee. Und Aimee war die Tochter von Martina, der großen Liebe meines Lebens, mit der ich fast vier Jahre zusammengelebt hatte. Martina war mehr als zehn Jahre älter gewesen als ich. Aber das hatte mich nie gestört. Wir hatten einfach zusammen gehört. Warum die Beziehung dann doch irgendwann auseinander gegangen war, habe ich bis heute nicht begriffen. Aimee war gerade mal elf gewesen, als ich ihre Mutter kennengelernt hatte. Ich kannte sie nur als Kind. Ich war ihr Spielkamerad und Vaterersatz gewesen, bis sie fünfzehn war und meine Beziehung zu ihrer Mutter zerbrochen war. Oh, wie hatte ich Aimee damals geliebt; Nicht als Frau, sondern als das, was sie war; als Kind. Ich hatte sie wie eine eigene Tochter geliebt. Durch sie war meine Beziehung zu Martina mehr geworden, als einfach eben nur eine Beziehung. Ich hatte plötzlich eine Familie gehabt. Ich hatte Geborgenheit und auch Verantwortung kennen- und liebengelernt. Aimee und ich waren unzertrennlich gewesen. Die Wälder waren unser Spielplatz gewesen. Wir waren auf Bäume geklettert, hatten mit Pfeil und Bogen geschossen und waren in eisigen Bergseen schwimmen gewesen. Martina hatte uns oft wegen der schmutzigen und manchmal auch zerrissenen Kleidung geschimpft. Aber sie war uns nie wirklich böse gewesen. In Wahrheit hatte sie sich sogar gefreut, dass Aimee so ein kleiner Wildfang gewesen war, der sich eher wie ein Junge, als wie ein Mädchen ihres Alters benommen hatte. Auf der anderen Seite hatte Aimee aber auch ein unglaublich zartes und verletzliches Wesen besessen. Soweit ich es mitbekommen hatte, hatte sie sehr darunter gelitten, dass sie ohne Vater aufgewachsen war. Aber ich hatte weder sie, noch Martina jemals nach den genaueren Umständen dieses Umstandes gefragt. Wahrscheinlich, weil ich in dieser Beziehung so glücklich gewesen war, dass ich gar nichts von einer frühere Beziehung Martinas hatte wissen wollen. Als die Beziehung dann plötzlich zerbrochen war, war ich am Boden zerstört gewesen. Mein Stolz war verletzt gewesen. Aber vor allem hatte es unendlich weh getan. Ich hatte Jahre gebraucht, um mich von dieser Trennung wieder halbwegs zu erholen.
Aimee hatte lange Zeit immer wieder versucht, Kontakt mit mir aufzunehmen. Mir war bewusst gewesen, dass sie unter der Trennung ebenso gelitten haben musste, wie Martina und ich. Aber um meinen eigenen Schmerz zu verdrängen oder zu betäuben, oder vielleicht auch, um die Wunde nicht wieder aufzureißen, hatte ich keinen ihrer Briefe jemals beantwortet. Gelesen hatte ich sie alle und meistens war ich weinend über ihnen zusammengebrochen, weil mir durch sie immer wieder bewusst geworden war, was ich in Martina und ihr verloren hatte; Meinen Lebensinhalt, meinen Halt!
In ihren Briefen hatte Aimee mich angefleht, zurückzukommen. Sie hatte gewusst, dass ihre Mutter es beendet hatte und sie hatte mich immer wieder gebeten, mit dieser zu reden, um das Missverständnis – denn es konnte sich doch nur um ein Missverständnis handeln – zu klären.
Aber ich hatte schon versucht gehabt, dieses Problem zu ergründen oder zu klären, bevor ich schließlich meine Habseligkeiten gepackt hatte und gegangen war. Ich weiß einfach nicht, wie es hatte geschehen können, dass Martina und ich aus heiterem Himmel nicht mehr miteinander hatten sprechen können. Aber es war geschehen und so hatte ich die Konsequenz gezogen und war Martinas unmissverständlicher Aufforderung zu gehen, nachgekommen, ohne mich noch einmal umzudrehen. Wäre ich in dem Moment nicht zu stolz gewesen, meine Tränen sehen zu lassen, hätte ich mich noch einmal zu Martina umgewandt. Aber ich war gegangen, aufrecht, stolz und äußerlich kalt, obwohl mein Herz geblutet hatte und gebrochen war.
Aimee war während meines Abschieds in der Schule gewesen, wofür ich sehr dankbar gewesen war, weil ich den Schmerz des Abschieds von ihr nicht auch noch hätte ertragen können. Das war jetzt gerade mal drei Jahre her gewesen.
Und jetzt stand sie mir plötzlich gegenüber und hielt das Ende einer Kette in der Hand, die an einem Cockring befestigt war, an meinem Cockring. Ich hatte mich in meinem ganzen Leben noch niemals so sehr geschämt, wie in diesem Augenblick und ich hoffte nur, dass Aimee mich noch nicht erkannt hatte, bevor ich mich so schnell von ihr abgewendet hatte.
„Ich muss hier raus!“ raute ich Katrin panisch zu.
„Zu spät Jack“, erwiderte sie lächelnd, „Du hast einen Vertrag unterschreiben!“
„Du kriegst das Geld zurück!“ beschwor ich sie und wollte an ihr vorbei zur Tür. Da fragte sie mich aber schon: „Und was ist mit der Konventionalstrafe?“
„Mit was?“ schrie ich sie hysterisch an, obwohl ich normalerweise in keiner Weise zur Hysterie neige.
„Zweitausendfünfhundert Euro! Hast Du das Kleingedruckte nicht gelesen?“
Mir schoss der Gedanke durch den Kopf, Katrin zu erwürgen. Aber noch bevor ich meine Hände heben konnte, um den Vorsatz auszuführen, wurde ich mit einem heftigen Ruck an der Kette wieder zurück in den Raum gezogen. Ich taumelte, wendete aber trotzdem mein Gesicht nicht um. Ich konnte Aimee einfach nicht ansehen, oder anders ausgedrückt: Ich wagte nicht, sie mein Gesicht sehen zu lassen.
„Ich beanspruche ihn für mich!“ hörte ich da ihre klare und deutliche Stimme das allgemeine Gemurmel übertönen. Ich erkannte ihre Stimme sofort. Was waren schon drei Jahre?
Sofort wurden Rufe des Unmuts laut und Katrin sagte fragend zu Aimee, die hinter mir stand und mir inzwischen verdächtig nahe zu sein schien: „Was denn, jetzt schon? Das ist aber so nicht üblich! Wenn überhaupt, werden solche Forderungen am Ende der Party gestellt!“
„Nun, dann beende ich die Party halt für Jace und mich!“ erwiderte Aimee und ich spürte ihren Atem in meinem Nacken und ihre kleine Hand, die besitzergreifend um mich herum nach meinem erigierten Penis griff. Da sie mich Jace und nicht Jack genannt hatte, so wie Katrin mich vorgestellt hatte, hatte sie mich also ebenso erkannt, wie ich sie erkannt hatte. Ich versuchte in Richtung Tür zu flüchten, war aber so dicht von der Masse der Mädels umringt, die anscheinend dachten, dass ich ganz einfach nur Angst davor hatte, was eine von ihnen mit mir anstellen würde, dass es kein Durchkommen für mich gab. Außerdem hielt Aimee die Kette auch straff gespannt und hielt meinen vor Erregung schmerzenden Penis in ihrer kleinen Hand gefangen.
„Na gut“, erwiderte Katrin. „Aber dann ziehen wir auch das ganze Prozedere durch.“
Und damit stieg sie auf den nächstbesten Tisch und brachte mit einer großen Geste die anderen Mädels zum Schweigen. Und als es dann mucksmäuschenstill im Saal war, begann sie: „Ihr habt es gehört Mädels: Aimee beansprucht Jack für sich. Das ist nach unseren Regeln unüblich aber erlaubt. Um ihn mit sich nach Hause nehmen zu dürfen, muss ich allerdings noch die obligatorische Frage stellen: Ist eine unter euch, die Aimees Forderung anficht?“
„Ja ich!“ meldete sich da eine kräftige Stimme aus der Menge und im nächsten Moment sah ich einen großen, runden Kugelfisch sich seinen Weg mit den Ellenbogen durch die Reihen der anderen Mädels bahnen. Mir trat der Schweiß auf die Stirn beim Anblick dieses Monstermädels mit geschätzten hundertdreißig bis hundertfünfzig Kilo.
„Oh, oh!“ machte da Katrin und sah mitleidig von Aimee zu mir.
„Oh, oh?“ fragte ich kleinlaut und verfluchte mich in Gedanken dafür, diesen verdammten Vertrag nicht gelesen zu haben.
Katrin klatschte aber begeistert in die Hände und rief in die Menge: „Ihr wisst, was das heißt Mädels!?“
Ich war mir nicht sicher, ob das als Frage oder als Ankündigung gegolten hatte. Aber die anderen Mädels antworteten so kreischend vor Aufregung und Vorfreude auf das bevorstehende Spektakel, dass es mir in den Ohren schmerzte: „Einen Wettstreit zwischen den beiden Kontrahentinnen!“
Zumindest war das der Kern der Aussage, den ich aus all dem Gekreische herausfiltern konnte. Noch immer wendete ich mein Gesicht standhaft von Aimee ab, obwohl ich inzwischen wusste, dass sie mich erkannt hatte. Ich war mir in dem Moment nicht sicher, wem ich den Sieg in diesem Wettstreit wünschen sollte. Der Kugelfisch löste bei mir Krämpfe und Brechreiz aus. Und hätte ich es geschafft, dieses fleischgewordene Stück Fett länger zu betrachten, hätte keine Spritze der Welt es vermocht, meine Erektion aufrecht zu erhalten. Das soll jetzt nicht beleidigend klingen. Aber mein ästhetisches Empfinden wurde beim Anblick dieses Kolosses, der auch vom Gesicht her nichts Einnehmendes an sich hatte, wirklich über Gebühr strapaziert. Auf der anderen Seite wollte ich aber um Nichts auf der Welt verpflichtet sein, mich Aimee auszuliefern.
Zweitausendfünfhundert Euro Konventionalstrafe, überlegte ich in panischer Verzweiflung und plante bereits ein neues Attentat auf Katrin, sobald sie wieder vom Tisch heruntersteigen würde. Das Geld hätte ich niemals aufbringen können. In meiner absurden Situation, die keinen klaren Gedanken zuließ, schien mir ein Mordanschlag auf die Verursacherin meiner Misere sinnvoller und gerechter zu sein, als ein Vertragsbruch.
„Ein Zweikampf zwischen Aimee und Schneewittchen!“ antwortete Katrin, begeistert in die Hände klatschend, auf die Rufe der Menge.
„Schneewittchen?“ fragte ich in einer Mischung aus Sarkasmus und Hysterie, als ich den Kosenamen dieses Monstrums gehört hatte. „Vielleicht eher Schneelawine oder Yeti!“
„Pst!“ flüsterte mir Aimee kichernd von hinten ins Ohr. „Wenn ich jetzt verliere, möchte ich nicht in Deiner Haut stecken.“
Ich warf einen ängstlichen Blick zu Schneewittchen und bemerkte, dass sie meine Bemerkung ebenfalls gehört hatte. Wenn Aimee den Wettkampf verlor, dann wollte ich auch nicht in meiner Haut stecken. Aber da wollte ich schon nicht mehr stecken, seit ich Aimee auf dieser Party entdeckt hatte. Ich wollte einfach nur allein zu Hause sein, an meiner Kurzgeschichte weiter schreiben und von echten Frauen nichts hören und sehen. Als gesunder Mann mit zwei gesunden Händen brauchte ich keine Frau, nicht einmal für ein erfülltes Sexualleben. Zumindest sah ich das seit drei Jahren so, seit ich mich von Aimees Mutter getrennt hatte.
Warum zum Teufel mussten sich die einzigen beiden Frauen dieser Party, mit denen ich auf keinen Fall etwas zu tun haben wollte, um mich streiten? Mit jeder anderen anwesenden Frau wäre ich ohne zu zögern mitgegangen und hätte dieses Spiel mitgespielt. Wahrscheinlich hätten wir ein bisschen Spaß gehabt und wären dann wieder friedlich auseinander gegangen.
Aber die eine, die mich wollte, mit der konnte ich nicht, weil sie wie eine Tochter für mich war, wie eine verlorene Tochter, oder schlimmer noch: Wie eine Tochter, die ich im Stich gelassen hatte. Und die andere verkörperte alles, was ich optisch abstoßend fand.
Mir war schlecht. Ich wollte an die Luft, nur weg von diesen kreischenden Furien. Aber ich hatte diesen Vertrag unterschrieben. Auf die Gage hätte ich verzichten können, auch wenn ich sie gut gebrauchen konnte. Aber die Konventionalstrafe …
„Lieber Gott mach mich fromm … „ Nein, schau lieber grad mal weg. So musst Du mich nicht sehen.
Katrin sprang wieder vom Tisch herunter, nahm Aimee das Ende der Kette aus der Hand und zog mich daran in die Mitte des Saals, wo ein massiver hölzerner Stützpfosten stand, der das Dach zu tragen schien. Als sie so losmarschierte und mich durch den Zug an der Kette erst einmal umdrehte, stand ich Aimee plötzlich direkt gegenüber. Es war nicht mehr möglich, ihrem Blick auszuweichen. Unsere Augen flossen ineinander und öffneten ein ganzes Universum unbeantworteter und nie gestellter Fragen. Ich sah in ihr noch immer das Kind und erkannte gleichzeitig, dass sie keines mehr war. Irgendetwas passierte in diesem Moment, ohne dass mir bewusst wurde, was es war. Mir blieb auch keine Zeit, mir Gedanken darüber zu machen. Unser Blickkontakt bestand nur für einen Sekundenbruchteil, bevor Katrin mich weiter hinter sich her zog.
Jetzt schämte ich mich noch mehr, als zuvor. Dass ich Aktmodell in Zeichenkursen war, das war okay. Dazu stand ich. Aber selbst dabei hätte ich Aimee nicht als Zuschauerin haben wollen. Die Situation, in der ich mich jetzt befand, die war weitaus schlimmer. Sie war demütigend.
Wie in Trance folgte ich Katrin zu dem Balken. Sie zog die Kette nach hinten zwischen meinen Beinen hindurch und kettete mich so an den Balken.
„Aimee, Schneewittchen:“ kommandierte sie, „Ihr geht rüber zur Tür.“
Die beiden folgten den Anweisungen Katrins, während die anderen Mädels ihnen Platz machten. Katrin holte sich von einem der Tische eine Dose Sprühsahne und kam damit zurück zu mir.
„Die Regeln sind ganz einfach“, begann sie. „Diejenige, die die Sahne ableckt, bekommt Jack!“
Und damit sprühte sie mir einen dicken Klecks Sahne auf meine dunkelrote, pralle Eichel.
„Auf die Plätze …“
Aimee und das Schneewittchen musterten sich aus zusammengekniffenen Augen und machten sich startklar.
„fertig …“
Ich sah, wie Aimee sich wie ein Panther sprungbereit zusammenkauerte und erinnerte mich daran, wie wir vor Jahren durch den Wald getobt waren. Kein Hindernis war uns zu groß oder zu hoch gewesen. Aimee besaß wirklich die Anmut und Sprungkraft eines Panthers. Sie würde in zwei Sekunden durch den Saal zu mir geflogen sein. Nichts und niemand konnte sie daran hindern, diesen Wettkampf zu gewinnen und schon gar nicht dieses Kugelwittchen.
Aber das wollte ich nicht! Ich wollte nicht, dass Aimee gewann. Ich wollte nicht, dass sie mich berührte, vor allem nicht auf die Weise, auf die sie mich berühren musste, um diesen Wettkampf zu gewinnen. Es war schon schlimm genug gewesen, dass sie meinen Penis vorhin einfach in ihre Hand genommen hatte. Aber die Vorstellung, dass sie mir meine Eichel …
Scheiße! Die Vorstellung ließ meine Erektion fast den Cockring sprengen. Aimee war nicht mehr das kleine Mädchen, als das ich sie kannte. Sie war zu einer Rose herangewachsen, deren Knospen sich gerade öffneten. Sie hatte noch die zarte und samtige Frische der Jugend in dem erwachenden und erblühenden Körper einer jungen Frau.
Aimee war mit Abstand das schönste aller anwesenden Mädels. Und mehr noch: Sie war die schönste Frau, die ich überhaupt jemals gesehen hatte, weit schöner noch, als ich ihre Mutter in Erinnerung hatte. Dabei hatte sie sich gar nicht viel verändert in den drei Jahren, in denen ich sie nicht gesehen hatte. Nur sah ich jetzt etwas in ihr, was ich vor drei Jahren noch nicht hatte sehen können, weil ihre äußere Schönheit niemals wichtig für mich gewesen war. Ich hatte sie damals nur um ihrer selbst Willen geliebt, wegen der Reinheit ihrer Seele, die mir immer nur verheißen hatte, dass ich ein Zuhause hatte und eine Familie, die mich liebte, so wie ich sie liebte.
Aimees dicke, schwarzbraune Locken flossen ihr bis über die Hüfte. Ihr frischer, gesunder Teint ließ erkennen, dass sie noch immer viel in der freien Natur unterwegs war und der auf meine Körpermitte gerichtete, konzentrierte Blick ihrer haselnussbraunen Augen jagte mir einen erregenden Schauer durch den Körper, den ich aber nicht spüren wollte, weil es eben Aimees Blick war.
„Los!“
Aimee schnellte wie ein Panther los und ich war überzeugt, dass das Schneewalross keine zwei Schritte gemacht hätte, bevor Aimee bei mir wäre, um den Wettkampf und damit mich zu gewinnen. Da ich mich aber genau davor fürchtete, wollte ich schon resigniert die Augen schließen. Bevor ich sie aber zumachen konnte, sah ich plötzlich, wie Aimees Kopf mitten im Sprung zurückgerissen wurde. Dieses hinterhältige Schneewittchen, das sämtliche Zwerge, den Wolf und die Brüder Grimm verschlungen zu haben schien, war sich sehr wohl bewusst gewesen, dass es in einem fairen Wettlauf gegen Aimee keine Chancen hatte. Sie hatte einfach in Aimees volle Haare gegriffen und riss sie auf diese Weise von den Füßen. Aimee krachte mit einem Schmerzensschrei auf den Rücken und das Schneewittchen setzte sich wie ein Dampfross in Bewegung, und kam schnaufend und prustend auf mich zugestampft.
Meine erste Reaktion auf dieses Foul war gewesen, dass ich Aimee sofort zu Hilfe eilen wollte. Aber zuerst hielt mich dieser verdammte Cockring schmerzhaft am Balken und dann packen auch noch einige der Mädels zusätzlich meine Arme und eine erklärte mir schnell: „Keine Regeln!“
Keine Regeln? Ich hatte gedacht, das sollte eine Party sein und kein Gemetzel.
Aimee rappelte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht wieder auf und hielt sich den Hinterkopf.
Das Schneemonster hatte bereits die halbe Strecke zu mir zurückgelegt. Der Anblick dieser Masse in Bewegung war die reine Faszination des Grauens. Alles, was zuvor schon unförmig und unansehnlich gewesen war, wirkte jetzt, wo es wie in Zeitlupe auf mich zuschwabbelte und wabbelte auf bizarre und verzerrte Weise noch verstärkt abstoßend.
Ich erlebte in diesem Moment meinen schlimmsten Alptraum. Ich wollte Aimee nicht ausgeliefert sein, um nichts auf der Welt. Aber die Vorstellung, dass dieses Fettwittchen mich berührte und dann vielleicht sogar noch andere Ansprüche an mich stellte, war …
Mir war übel. Von neuem überkam mich ein starker Brechreiz und ich bedauerte, dass ich nichts gegessen hatte, was ich mir jetzt über meinen Penis hätte kotzen können, um damit beide Gegnerinnen zur Aufgabe zu bewegen.
Aimee hechtete den drei Schneewittchens im Körper von einer hinterher. Sie sprang ihr von hinten in die Kniekehlen und umklammerte ihre Beine. Ich hatte noch niemals gesehen, wie ein Berg umfällt. Das Schneewittchen verlor das Gleichgewicht und kippte – noch immer wie in Zeitlupe – nach vorne um. Als sie auf dem Boden aufschlug, erbebte der ganze Saal und ich bin mir sicher, dass diese Erschütterung im sechzig Kilometer entfernten seismologischen Zentrum mindestens als ein Beben der Stärke 3 eingestuft wurde.
Aimee sprang über dieses umgefallene Gebirge hinweg und langsam wurde mir klar, dass ich sie trotz allem in diesem Wettstreit favorisierte.
So plump und unbeweglich dieses am Boden liegende Schneewittchen aber auch war, sie schaffte es, blitzschnell Aimees Fußgelenk zu packen. Und bevor es Aimee gelang, sich aus diesem Griff wieder zu befreien, packte ihre Widersacherin schon nach dem Saum ihres luftigen und nur bis knapp zu den Knien reichenden Sommerkleides. Mit einem einzigen Ruck riss das Schneewittchen Aimee den dünnen Stoff vom Leib. Die zusehenden Mädels kreischten vor Begeisterung, dass mir die Ohren schmerzten. Aber Aimees Anblick verschlug auch mir die Sprache und ließ sie mich mit offenem Mund anstarren. Sie hatte unter dem Kleid nur einen winzigen, durchscheinenden und nichts verbergenden schwarzen Slip aus feiner Spitze getragen. Jetzt, ohne das Kleid trug sie außer ihren Schuhen nur noch den winzigen Slip. Mein Blick überflog Aimees Körper und mein von der Spritze ohnehin schon erigierter Penis schwoll noch ein Stück weiter an.
Aimees Brüste waren voll und rund geworden. Trotz der Entfernung, die sie noch von mir trennte, glaubte ich, ihre weiche Haut auf meinen Lippen zu spüren. Ich sah, wie sich ihre kleinen, rosigen Knospen zusammengezogen hatten.
Zu einer ausgiebigeren Begutachtung blieb mir keine Zeit. Das Schneewittchen hatte die Fetzen von Aimees Kleid um deren Fußgelenke geschlungen und verknotet. Jetzt verlor auch Aimee das Gleichgewicht und stürzte. Aber sie stürzte in meine Richtung und war nur noch wenige Zentimeter von mir entfernt. Mit Händen und Knien robbte sie schnell weiter auf mich zu, um sich nicht erst die Zeit zu nehmen, ihre Füße von der Fessel ihres Kleides zu befreien. Sie war fast da und richtete sich bereits auf, um die schmelzende Sahne von meiner vibrierenden Eichel zu lecken. Da senkte sich ein bedrohlicher Schatten auf uns und ich sah das Schneewittchen wie einen Catcher angeflogen kommen. Geistesgegenwärtig drehte sich Aimee auf den Rücken, um den erneuten Angriff abwehren zu können. Aber da wurde sie schon unter der gallertartigen Masse ihrer Kontrahentin begraben. Das Schneewittchen kniete sich mit seinem ganzen Gewicht auf Aimee, deren Arme sie unter ihren massigen Schenkeln fixierte. Siegessicher griff das Schneewittchen unter sich. Es gab einen Ruck und im nächsten Moment schwenkte sie triumphierend den feinen, durchsichtigen Stoff von Aimees Slip in der Luft. Die Masse grölte.
Aimee schaffte es trotz Aufbietung all ihrer Kräfte nicht, sich vom Gewicht ihrer Gegnerin zu befreien. Und deren rundes, aufgedunsenes Gesicht näherte sich unaufhaltsam meinem Penis.
Sie leckte sich über ihre fleischigen Lippen und die darüber liegende, dicke, borstige Warze. Ich weiß nicht, ob das als erotische Geste gedacht war. auf mich wirkte es nur abstoßend.
Der Schweiß trat mir aus allen Poren und ich begann beinahe zu hyperventilieren, bei der Vorstellung, dass dieser Fleischberg jeden Moment meine Eichel in seinen Mund nehmen würde. Verzweifelt suchten meine Augen den Kontakt zu Aimee. Auch sie sah hilflos zu mir empor. Unsere Blicke trafen sich und hielten sich aneinander fest. Mein Herz schlug so fest, dass ich glaubte, es würde mir aus der Brust springen. Und in diesem Moment erkannte ich, dass ich Aimee noch immer liebte. Aber meine Liebe hatte sich verändert. Ich liebte sie nicht mehr wie ein Kind, sondern ich liebte sie wie eine Frau, obwohl ihr Anblick schmerzliche Erinnerungen an ihre Mutter in mir hervorriefen.
Die dicken, wulstigen und vom widerwärtigen Lecken feuchten Lippen Schneewittchens öffneten sich gierig vor meinem hoch aufgerichteten Penis mit dem Sahnehäubchen.
Oh welche Demütigung, dachte ich mir. Und das ganze auch noch direkt vor, beziehungsweise über Aimees Augen.
Ich schämte mich in Grund und Boden und wollte schon den Mund aufmachen, um zu schreien, dass ich die Konventionalstrafe bezahlen würde. Aber die Panik, die mich erfasst hatte, schnürte mir den Hals zu.
Es war zu spät. Nichts konnte den Ausgang dieses Wettkampfes noch ändern.
Vor Abscheu schloss ich meine Augen.



Fortsetzung folgt …

 

 

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