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Aphrodite

Gert O. E. Sattler 


Die Liebesgöttin Aphrodite
Verläßt ihr tiefes Wasserschloß,
entsteigt dem Schaum der Meeresfluten
als Weib des Lebens, Pandemos.

Am Ufer steht der Mann der Männer,
als sie vor ihm die Beine spreizt,
da springt sie auf, die dunkle Rose,
die nicht mit ihrer Schönheit geizt.

Sie hat die ganze Welt erobert
und mehr bewirkt als Algebra,
Grammatik, Kunst und Wissenschaften:
die Venus, Vulva, Vagina.

Sie hält den Götterkult gefangen
und schlägt die Männerwelt in Bann.
Wer kann der Venus widerstehen
im Rausch der Sinne, welcher Mann?

O süßer Klang der Rosenmuschel,
der Männern Kraft zum Denken nimmt;
die Venus folgt Naturgesetzen,
bis sie in Milch und Honig schwimmt.

Wie Vogelruf, ein Schlag der Brandung,
ein Schrei, der gar nicht enden will,
die Männer sehen Lust wie Sternkaskaden
von Agamemnon, Paris bis Achill;

Copyright Gerd O.E. Sattler 2001

 

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