Sie sind hier:  >>> Literatur  >>> Geschichten 

Akikos Tattoo

Frank Monroe 


„Hier spricht der automatische Anrufbeantworter von Kelly Rayn. Ich bin zur Zeit nicht zu Hause, werde sie aber anrufen wenn sie mir eine Nachricht hinterlassen. Piep“.
„Hallo Kelly, hier ist Mark. Ich wollte dir nur sagen, Paul, Linda, und ich treffen uns heute Abend um 20.00 in der Voodoo Lounge. Du weißt schon der schrille Laden, Pike, Ecke East Broadway. Wäre schön wenn du auch kommen könntest. Ciao.“
Wo die Leute nur immer die Namen für ihre Clubs herhaben, würde mich mal interessieren. Gut , dieser hier hat sich sicherlich die Kreativität von Jagger und Co zu Nutzen gemacht, aber es gibt auch noch andere verrückte Namen, wie Lizzard Lounge, oder Bezirk 40.
Egal, ich werde hingehen, schließlich haben wir uns schon eine ganze Zeit nicht mehr gesehen.
Bin ja gespannt wie Mark drauf ist, war ja nicht gerade die feine englische Art wie ich ihn abserviert habe, doch Schuld ist er schon selber. Ich habe ihm so oft gesagt wie sehr ich es hasse, wenn er mit seiner Gesundheit, seinen Freunden, einfach mit allem so umgeht. Diese destruktive Art die er da an den Tag legt, ist einfach zuviel für mich gewesen.
Natürlich, und das gebe ich ohne jede Umschweife zu, hatten wir auch echt tolle Zeiten. Wenn ich nur daran denke, wie er an dem Abend bevor wir nach Kanada geflogen sind, vorschlug wir könnten doch im Hotel übernachten, nur so, damit wir uns schon mal daran gewöhnten, und dann, kaum das wir im Aufzug waren damit anfing mich leidenschaftlich zu küssen. Wenn ich jetzt nur daran denke, wie seine Hände sich langsam an meinen Beinen hocharbeiteten, und seine Zunge dabei war mir den Verstand zu rauben, wird mir noch ganz anderes. Aber der Höhepunkt war, als wir dann im Zimmer waren, uns gegenseitig die Kleider richtig von den Körpern rissen, er mich auf das Bett warf, und mir die Hände hinter dem Kopf an das Kopfteil band. Seine Zunge glitt dann über meinen Hals und den Brüsten hinunter zum Nabel, leckte ihn kurz, und machte sich auf den Weg zu meiner Möse. Ach was war es für ein herrliches Gefühl, wie er anfing meine Schamlippen zu lecken, wie er sanft den Kitzler biss, und dann immer wieder mit der Zunge in mich, stieß. Ich glaubte verrückt zu werden, vor allem weil, ich ja festgebunden war, und nichts tun konnte. Aber so richtig ausgeflippt bin ich erst, wie mir Mark sagte, das auf der anderen Seite, in dem Haus gegenüber unsere Zuschauer säßen. Oh mein Gott war mir das peinlich, aber zugleich erregte es mich noch mehr. Ich sah wie ein Mann mittleren Alters mit seiner Freundin gespannt verfolgten, wie Mark mich leckte. Die Beiden waren völlig weg, und so begeistert von der Show, das sie selbst damit begannen sich zu lieben. Erst küssten sie sich heftig, dann zog sie ihn aus, und fing an seinen gewaltigen Schwanz zu blasen. Während er seinen Riemen heftig in ihren Mund stieß, beobachtete er uns dabei, wie Mark mich fickte. Auch Mark genoss die Darbietung, und entzog sich mir, nur um kurz darauf auch mir seinen Ständer zwischen die Lippen zu stecken. Ich kann mich noch genau daran erinnern wie ich in ihr Gesicht sah, wie sie blies, und auch ich ganz gierig an Mark saugte.
Es war so geil wie die Männer fast zeitgleich kamen. Erst spritzte der Fremde seiner Freundin alles auf die Titten, dann kam Mark. Mit heftigen Bewegungen wichste er sich den Saft aus den Eiern, alles in meinen Mund.
Ich liebte den Geschmack seines Spermas.
Die ganze Nacht ging das so, lecken, ficken bis zur Besinnungslosigkeit, dann wieder lecken. Es war schon toll. Na ja, wir werden ja sehen was sich in der Zeit so alles ergeben hat.
„Hallo Kelly, schön das du es noch geschafft hast.“
„Hi Mark!“
„Hallo Kelly Süße, wie geht’s dir?“
„Viel Arbeit, aber ansonsten ist alles Ok. Und wie geht’s dir Linda?“
„Alles soweit im grünen Bereich. Nächste Woche habe ich mir 3 Tage freigenommen, da werde ich nach Vegas fliegen, ins Bellacio gehen, und mich von vorne bis hinten bedienen lassen. Außerdem werde ich Unsummen von Geld in die Einarmigen Banditen schmeißen.“
„Du hast Recht, las es dir gut gehen, für was arbeitet man sonst.“
„Hallo Paul.“
„Hi Kelly. Du siehst gut aus, wie gehen die Geschäfte?“
„Ich kann mich nicht beklagen.“
„Das haben wir gehört, oder besser gesagt gelesen, im Peopel. Ich darf zitieren, die jüngste, charmanteste, best Aussehenstee Jungunternehmerin in Manhattan.“
„Du brauchst nicht alles zu glauben was die schreiben, Mark.“
„Hört auf, ihr macht sie Verlegen, und außerdem sind wir doch aus einem ganz anderen Grund hier, oder!“
„Kelly verlegen machen, das geht doch überhaupt nicht. Aber Linda, du hast Recht. Ich wollte euch heute hier treffen, weil ich nämlich etwas für euch habe.
Letzte Woche war ich mit Martin unterwegs, um mir ein paar Galerien in Brooklyn anzusehen. Ihr wisst schon, keine von diesen großen aufgemotzten Läden die vollgestopft sind mit Möchtegernkunst, sondern, kleine, in irgendwelchen Hinterhöfen gelegene Werkstätten, mit Ausstellungsraum, wo völlig unbekannte Künstler so munter vor sich hinarbeiten. Eben solche Künstler die noch welche im klassischen Stil sind, die ihre Kunst machen, egal ob sie dabei verdienen oder nicht.“
„Das ist ja alles schön und gut, aber sag doch endlich mal worum es geht.“
„Ja, ja, ist schon gut, ich komme schon auf den Punkt. Also ich bin mit Martin unterwegs in der Henry Street, als er mich plötzlich in einen schmalen Gang zog. Wir gingen durch, und am Ende war ein großer Hinterhof. Gut das mag nicht spektakulär klingen, doch wenn ihr den Hof gesehen hättet, dann würdet ihr jetzt anders denken. Der war total bepflanzt, alles voll mit Blumen, Schlingpflanzen, Bäumen, Gräsern, usw. Und mittendrin standen diese Skulpturen. Große, kleine aus altem Metall gefertigte Skulpturen. Verwendet hatte der Künstler aber nur Gusseisen. Dieses richtig schwere dunkelschwarze Metall was absolut grobschlächtig aussieht. Sicherlich werdet ihr jetzt wissen wollen was daran so ungewöhnlich ist, ganz einfach, ihr müsstet diese Feingliedrigkeit welche die Figuren besitzen sehen, dann würdet ihr genauso darüber denken.“
„Und das war es, das war alles was du uns erzählen wolltest! Soll ich dir mal sagen wie viel Skulpturen ich mittlerweile Zuhause stehen habe, die wir, aus einer sagen wir mal Laune heraus zur Kunst erkoren haben, es sind unzählige.“
„Für jeden bedeutet Kunst etwas anderes, und außerdem du kannst es dir doch leisten.“
„Darum geht es nicht, sicherlich kann ich es mir leisten, aber wollten wir nicht Künstler bekannt machen die es wirklich wert sind, die nicht an vorgefertigten Schemen festhalten?“
„Last es uns einfach ansehen. Morgen soll herrliches Wetter sein, Wochenende ist auch, und es wäre doch ein toller Ausflug, was meint ihr.“
„Ja Kelly hat Recht, das macht bestimmt Spaß, und hinterher gehen wir am Brooklyn Queens in dieses tolle sündhaft teuere Fischlokal.“
„Hört, hört, Linda ist mal wieder total versnoppt.“
„Arschloch!“
„Was haltet ihr davon wenn wir gleich fahren?“
„Was jetzt, es ist mitten in der Nacht!“
„Martin hat mit dem Künstler vereinbart das wir heute kommen“.
„Na gut, ich bin dabei. Kann bestimmt ganz lustig werden.“
„Ok, dann last uns mal aufbrechen“.
„Seit vorsichtig, ich kann euch nicht garantieren das hier nichts im Weg liegt.“
„Sag mal Mark, was ist das für ein grelles Licht dahinten?“
„Ihr werdet schon sehen, last euch einfach überraschen!“
Was haste ich die Überraschungen von Mark. Nur selten war bisher etwas vernünftiges dabei herausgekommen.
Wir gingen also durch den Gang. An den Wänden lief noch das Regenwasser in kleinen Sturzbächen herunter. Zum Glück hatte es jetzt aufgehört, denn wenn es weiter wie aus Eimern geschüttet hätte, ich wäre glaube ich keinen Meter vom Taxi weggegangen.
Dann waren wir endlich im Hinterhof. Martin kam uns sofort entgegen, begrüßte jeden, fragte ob man was zu trinken wollte, und stellte uns dann Nobuhiro vor.
Nobuhiro war Japaner, und ungefähr 30 Jahre alt. Sein Körperbau war athletisch, obwohl leicht der Eindruck entstehen hätte können, er wäre ausgemergelt. Die Art wie er uns begrüßte war irgendwie untertänig, und rief ein Gefühl von Unwohlsein bei mir hervor. Ich möchte es nicht wenn Künstler, oder auch andere Menschen sich in meiner Gegenwart nicht wohl fühlten, weil die Hoffnung, etwas an mich zu verkaufen, es ihnen nicht gestattete mir offen und ungeniert gegenüber zu treten.
Martin hatte mir ein Bier gebracht, und während die Anderen mit Nobuhiro zusammenstanden und ihm Löcher in den Bauch fragten, lies ich den Hinterhof auf mich wirken.
Langsam stieg die Feuchtigkeit zwischen den Bäumen auf, und zog in Nebelschwaden an den Halogenscheinwerfern vorbei. Die Luft war warm, aber trotzdem erfrischend, was sicherlich dem Regen zu verdanken war. Ich verfolgte die Schlingpflanzen die sich an dem roten Ziegel festhielten, und mit aller Macht dem Sonnenlicht entgegenkämpften. Unter den Bäumen, versteckt im grünen Dickicht, umgeben von zum Teil exotischen Pflanzen standen die tiefschwarzen Skulpturen. Mark hatte recht, selbst aus einer Entfernung von 5 Metern konnte ich die Feinheit ihrer Züge erkennen, und wie das Licht auf dem schwarzen Metal tanzte, hätte man fast meinen können, sie würden immer wieder, für nur wenige Sekunden zum Leben erwachen.
„Dieser hier heißt Picasso“
Nobuhiro stand auf einmal neben mir. Ich hatte ihn überhaupt nicht kommen hören, war eigentlich der Meinung er würde noch den Anderen Rede und Antwort stehen.
Ich roch den Schwefeldampf vom Schweißen an seinem Overall, ich konnte die Lösungen der Farben riechen, und ich sah wie zierlich seine Gesichtszüge waren. Es waren nicht die Falten eines Mannes die sich über sein Gesicht zogen, ehr waren es die einer Puppe.
„Warum Picasso?“
„Picasso war ein Beobachter. Ständig war er nur damit beschäftigt seine Umwelt war zunehmen. Jede Kleinigkeit war hochinteressant für ihn, und forderte seine ganze Aufmerksamkeit.“
Seine Stimme klang weich, aber trotzdem männlich. Der krasse Gegensatz zu seinem Aussehen.
„Ach und sie wollen damit sagen, er beobachtet uns jetzt!“
„Nein nicht uns, wir sind nicht so interessant wie ihre Freunde dort drüben, die umherlaufen wie eine Schar, wildgewordener Hühner.“
Er sah mir in die Augen, ein Leuchten huschte durch seine Puppillen, dann mussten wir beide Lachen.
„Kommen sie, es wird langsam etwas frisch hier draußen, wir gehen nach drinnen, in die Werkstatt.“
Vorsichtig legte er seine Arm um meine Hüften, und dann kam ich mir vor als würde ich durch einen verborgenen Märchenwald zurück in die Zivilisation laufen. Vorbei an großen Kriegern, belauert von gefährlichen und unheimlichen Tieren, beschützt von Pflanzen mit monströsen Blättern, und in der Gewissheit lebend, an diesem Abend etwas außergewöhnliches erleben zu dürfen, kamen wir in der Werkstatt an.
„Hast du das gesehen Kelly, habe ich dir zuviel versprochen!“
Mark war wie die Anderen völlig aus dem Häuschen. Überschwänglich, total euphorisch quasselten sie alle durcheinander. Jeder hatte etwas gefunden was seiner Meinung nach der absolute Hit war, etwas das die Kunstwelt völlig auf den Kopf stellen würde.
„Hast du auch schon etwas für dein Apartment gefunden? Ich nehme den Krieger aus dem Garten, den chinesischen, den hast du doch gesehen, oder, und dann muss ich unbedingt diesen Kopf haben, den von der Frau, mit den Schlangen als Haaren.“
Linda suchte krampfhaft nach dem Namen der unglücklichen Person. Offensichtlich hatte der Alkoholkonsum schon seine Spuren bei ihr hinterlasen.
„Du meinst die Medusa. Ja sie ist wirklich sehr schön. Wird sich gut machen in deiner Wohnung.“
„Doch nicht für meine Wohnung, da würde ich ja Alpträume bekommen, nein für mein Büro, das jeder der reinkommt gleich weiß wo er dran ist.“
Sie lachte, drehte sich um, und machte sich schnurstracks auf den Weg zu Martin. Ihr Checkheft bereithaltend genehmigte sie sich noch einen Drink, und erledigte dann souverän wie immer in solchen Situationen das Geschäftliche.
Nobuhiro musste sich um die Meute kümmern. Martin und er verhandelten über die Preise, Mark, Linda, und Paul tranken, und bezahlten überglücklich über ihre neuen Eroberungen jede genannte Summe.
Ich dagegen sah mich weiter in der Werkstatt um. Blankes, unbearbeitetes Metal hatte schon von je her eine faszinierende Wirkung auf mich. Es war nicht schwer für mich zu verstehen warum sich Menschen in solch einer Umgebung wohlfühlten.
Sie waren die Herrscher über das Feuer, und dem Metal. Sie spielten jeden Tag Gott, schufen neue Wesen, welche entstanden in ihren Gehirnen. Umgeben von Dreck, Rost, unbearbeiteten Stahl, erschufen sie die Zukunft, in Form von Dingen die Menschen zum träumen und philosophieren anregten. Der Geruch von verbrannten Schwefel mischte sich mit dem Qualm des Feuers in der Schmiede.
„Gefällt es ihnen hier?“
Schon wieder war er fast lautlos neben mich getreten, doch erschrocken habe ich mich nicht.
„Ich bewundere Menschen die etwas erschaffen können, ich meine, die Kreativität besitzen etwas zu gestallten was anderen Freude bereitet. Ich finde das ist eine besondere Gabe, mit der solche Menschen gesegnet sind.“
„Es kommt darauf an. Manchmal kann es auch ein Fluch sein.“
„Wie meinen Sie das!“
„Sie liegen Nachts im Bett, weil seit Tagen etwas in ihrem Kopf umherspukt, und auch am Tag kommen sie nicht zur Ruhe. Aber was es ist, das können sie noch nicht sagen. Es brodelt in ihrem Unterbewusstsein, ist gerade dabei Gestalt anzunehmen, sich zu entwickeln, und dann seinen Weg an die Oberfläche anzutreten. Und in all der Zeit, die kann verdammt lange sein, sind sie zu nichts zu gebrauchen. Sie sind launisch, gereizt, einfach ungenießbar. Nicht umsonst heißt es Künstler wären schwierige Menschen. Was machen sie beruflich?“
„Ich leite eine PR Agentur, im Süden Manhattans.“
„Dann wissen sie doch wie das ist, schließlich sind sie auch so etwas wie ein Künstlerin. Sie entwerfen Texte, kombiniert mit Bildern, die Menschen ein Produkt schmackhaft machen sollen, oder es ihnen zumindest näher bringen soll. Also auch ein Künstler.“
„Wenn man das so sieht, dann gebe ich ihnen Recht, aber ich neige mehr dazu es, das jonglieren mit Wörtern, zu nennen.“
„Wie sie auch dazu sagen, es gehört auch eine kräftige Portion Kreativität dazu. Entschuldigen sie mich bitte, ich glaube ihre Freunde wollen gehen. Sie bleiben doch noch etwas, oder?“
Ich konnte gar nicht so schnell antworten, da war er schon auf dem Weg zu den Anderen. Während Nobuhiro Paul, Linda, und Mark verabschiedete, und mit Martin einen neuen Termin vereinbarte, schaute ich mich wieder in der Werkstatt und den angrenzenden Räumen um. Alles war sehr großzügig gebaut. Die Räume, eigentlich schon ehr Hallen waren nicht durch Mauern abgrenzt, sondern gingen fließend ineinander über. Nur riesige Raumteiler unterbrachen ab und an diese Weite. Überall standen Skulpturen aus den verschiedensten Materialen gefertigt. Auch Bilder waren da, und Fotos. Riesige Fotos hingen an den Wänden, und sogar an der Decke. Einige waren auch als Scheibenersatz verwendet worden, und sahen nun gemischt mit dem Glas, aus wie ein Schachbrett. Ein Bild aber zog sofort meine Aufmerksamkeit auf sich.
Es war nicht nur seine Größe, es maß ungefähr 2x3 Meter, oder dass es ein Schwarz Weiß Druck von außerordentlicher Qualität war, nein es war die Person die darauf abgebildet war, was mich gebannt festhielt.
Eine Frau von solcher Schönheit und Anmut sieht man selten. Langes dunkelschwarzes seidig glänzendes glattes Haar, fast schwarze Augen, die Haut so rein und fein wie die eines Babys, und dazu den Körper einer Göttin.
„Ihnen gefällt das Bild!“
„Das Bild, und die Frau. Akiko, ich hatte ein paar Mal das Vergnügen mit dieser Frau zu arbeiten.“
„Und ich habe das Vergnügen ihr Bruder zu sein!“
Ich muss wohl ziemlich blöde geschaut haben, denn er fing auf einmal das Lachen an, nahm mich bei der Hand, und wir gingen in den Raum, der wohl das Wohnzimmer darstellen soll.
„Akiko ist wirklich ihre Schwester! Nein sie wollen mich nur auf den Arm nehmen?“
„Gäbe es eine Grund für mich das zu tun? Akiko ist meine Schwester, meine kleine Schwester, denn ich habe nochmal zwei davon.“
„Ihre Schwester ist, oder war zumindest einmal das begehrteste Modell dieser Stadt.“
„Genau, bis sie sich entschlossen hat, aufzuhören. Und das war auch gut so.“
„Warum hat sie aufgehört, die Stadt, das ganze Land lag ihr zu Füßen. Sie hätte jede Summe haben können die sie wollte.“
„Das müssen sie schon selber fragen, aber soviel kann ich ihnen jetzt schon sagen, sie hat es nie bereut.“
„Sie sind ein Witzbold, ihre Schwester ist wie vom Erdboden verschwunden.“
„Ja was soll ich darauf sagen, dann hat sie der Erdboden wieder ausgespuckt, denn kurz bevor sie hier ankamen, war sie noch hier, und hat mit mir zu Abend gegessen.“
Die Enttäuschung war mir wohl ins Gesicht geschrieben, und das war ich auch wirklich, bis Nobuhiro auf einmal meinte, ich solle morgen so gegen Mittag da sein, denn da würde Akiko auch hier sein.
Am nächsten Tag war ich da, und auch Akiko. Nobuhiro wollte uns gerade vorstellen als Akiko meinte, das wäre nicht nötig, denn wir würden uns schon kennen.
„Sie erinnern sich an mich!“
„Wie könnte ich die Frau vergessen, die meinen Fotografen rauswarf, und dafür einen der ihrigen holte.“
„Sie haben es nicht vergessen, aber sie müssen zugeben, die Kampagne war gelungen.“
Ein herzliches, aufrichtiges Lachen zog über ihr Gesicht, und erfüllte den Raum.
„Ja das war schon eine verrückte Zeit damals.“
„Darf ich sie etwas fragen, aber nur wenn es sie nicht stört!“
„Fragen sie, obwohl ich mir schon denken kann um was es geht.“
„Unsere Session war die letzte die sie gemacht haben. Danach hat niemand mehr ein Foto von ihnen gemacht, wieso?“
Sie schaute mich an, so als wolle sie versuchen herauszufinden, ob es mich wirklich interessiert, die Wahrheit zu erfahren. Sekunden die wie eine Ewigkeit erschienen vergingen, dann drehte sie sich um, und deutete mir, ich solle ihr folgen.
Wir liefen durch den Garten in die Werkstatt, vorbei an dem alten Metall und Werkzeug, umgingen Raumteiler[1] mit Büchern, liefen weiter im Dunkeln auf ein Licht zu, und setzten uns dann, nachdem wir ein paar Treppen hochgegangen sind, auf das Dach. Es war ein großes Flachdach, umrandet von einer Mauer die etwa zu zwei Dritteln aus rotem Ziegel bestand, nur der Sockel war aus Zement. Die Sonne schien schon sehr kräftig, und wäre nicht auch dieses Dach vollkommen zum Garten, mit Rasen, Blumen, Sträuchern, Bäumen, und bunten Stauden umfunktioniert worden, man hätte die Wärme sicherlich nicht ertragen.
In mitten diesem Grün, mit Blick über einen Großteil der Häuser in der Nachbarschaft, stand so etwas wie eine Pergola, und dorthin gingen wir.
„Hier fühle ich mich am wohlsten. Der Lärm der Stadt ist weit weg, so denkt man zumindest, die Pflanzen geben einem Sauerstoff, und hat man das Glück so wie wir heute das die Sonne scheint, ist es wohl der friedlichste Ort in New York.“
Ich war noch nicht lange hier, wusste aber genau was sie meinte.
Von unten hörte man Laute. Es war ihr Bruder der langsam die Treppen hochkam. Es dauerte nicht lange, und er war bei uns. Er hatte Tee gemacht, und ein Buch, ein Fotoalbum dabei. Beides stellte er auf dem kleinen, niedrigen, typisch japanischen Tisch ab.
Akiko wechselte ein paar Worte auf japanisch mit ihm, dann lächelte er, und begab sich nach unten.
Sie schenkte mir Tee ein, und beobachtete mich.
„Wissen sie, die Fotosession mit ihnen, oder besser gesagt ihrer Agentur waren nicht die letzten Fotos die ich gemacht habe, auch wenn das alle denken.“
Hatte ich bis vor wenigen Momenten noch das sichere Gefühl mich könne, nachdem ich diesen Garten in mitten von New Yorks Dächern gesehen habe, nichts mehr erschüttern, so wurde ich genau in dieser Sekunde eines besseren belehrt.
Noch bevor ich etwas sagen konnte, nahm Akiko das Fotoalbum, schlug es auf, und schob es zu mir herüber.
„Was ich ihnen nun zeige, hat außer ihnen, meinem Bruder, und dem Fotografen welche diese Fotos gemacht hat, noch nie jemand gesehen. Ich möchte sie bitten das ihnen entgegengebrachte Vertrauen meinerseits nicht zu enttäuschen, und das was sie nun sehen werden, für sich zu behalten.“
„Ich möchte mich, für das mir, von ihnen entgegen gebrachte Vertrauen bedanken, und werde selbstverständlich zu niemanden etwas sagen.“
Schon während ich die letzten Worte meine Lippen passieren lies, blätterte ich das Buch weiter auf.
Auf den ersten Seiten sah man Akiko verkleidet als Samuraikämpfer, als Geisha, und als japanische Pantomime. Die Bilder waren zum Teil farbig, aber die meisten waren in klassischem schwarz weiß gehalten. Das Ganze wirkte sehr stilvoll. Vor allem die Idee, die Seiten des Buches aus altem Papier zu gestalten, und hie und da Texte in japanischen Schriftzeichen zu setzten machte das Album zu etwas besonderen. Während ich weiter blätterte ließen mich Akikos Augen nicht aus dem Blick.
Es muss ungefähr in der Mitte des Buches gewesen sein, dar war ein Foto, so groß wie die Seite des Albums, in schwarz weiß fotografiert, und darauf war eine Frau abgebildet, von hinten, den ganzen Rücken tätowiert. Ein riesiger Drache hatte sich an ihren makellosen schlanken langen Beinen hinauf geschlängelt, zwängte sich kurz unterhalb ihres Schritts nach hinten durch, begab sich auf den Weg über die wohlgeformten Pobacken und den Steiß nach oben, wo er auf ihren Schultern schließlich zum ruhen kam. Sein Kopf, er war groß, und sein Maul war gespickt mit unzähligen messerscharfen Zähnen schlummerte sanft fast Wange an Wange mit der des Modells, Akiko.
Ihre traurig dreinblickenden Augen versprühten dabei einen solchen Glanz, eine solche Klarheit, das jede Äußerung unnötig war.
Seite für Seite betrachtete ich die Bilder, versuchte mir alles zu merken, hoffte all die Fragen welche mir jetzt schon durch den Kopf rasten zu behalten, wusste aber genau, das in dem Augenblick, in dem ich dieses Buch auf den Tisch legen würde, alles verschwinden würde, untergehen würde in einem Meer von Gefühlen und Emotionen.
Das Herz schlug mir bei jedem Bild bis zum Hals. Es hämmerte nicht nur in meiner Brust, in meinem Hals, nein es dröhnte mir im Kopf. Meine Finger zitterten, fast hatte ich das Gefühl sie würden mir nicht mehr gehorchen.
Ein Abzug war schöner als der Andere. Immer stärker wurde der Kontrast, immer intensiver der Unterschied zwischen schwarz und weiß.
Den Abschluss bildete ein kleines Bild. Darauf lag Akiko nackt am Boden, auf dem Bauch. Ihr Gesicht war zur Seite gedreht. Der Drache schaute in die selbe Richtung wie sie, und auf ihr, lag ein kleines Kind. Fast noch ein Säugling war es, der sich in seiner ganzen Reinheit und Zerbrechlichkeit an sie schmiegte. Unter ihm war wieder der Drache zu sehen.
„Was sagen sie, gefallen sie ihnen?“
Erst musste ich einen Schluck Tee trinken. So trocken konnte ich, aufgewühlt wie ich war, nicht darüber reden. Auch war mir bewusst, egal was ich sagen würde, es wäre sicherlich das falsche, denn bei solchen Bilder, bei solchen Fotos die dermaßen viele Emotionen hervorrufen, kann man eigentlich nichts richtiges sagen. Solche Fotos muss man einfach nur ansehen, und sie selbst reden lassen.
„Diese Bilder sind mit Abstand das beste, aber auch das persönlichste was ich bisher von ihnen gesehen habe. Wer war der Fotograf?“
„Diesen Fotografen haben sie mir empfohlen. Es war Frank Monroe.“
Ich erinnerte mich an ihn. Frank hat eine Zeitlang für uns gearbeitet, aber auf einmal war er weg. Jetzt wo ich mir das Ganze so durch den Kopf gehen lies, viel mir auf, das kurz nachdem Akiko die Bühne der Modells verlies, auch Frank weg war.
„Du hast recht, ich erinnere mich an ihn. Du konntest ihn absolut nicht leiden, und hattest sogar damit gedroht, den Vertrag zu kündigen.“
Sie lachte, und schenkte Tee nach. Von irgendwoher drang Musik zu uns durch. Richard Ashkrofts Song New York klang schwer bei der Wärme, und gab der Szenerie eine unwirklichen Touch.
„Ja, ich hasste ihn, und wusste eigentlich überhaupt nicht warum. Wahrscheinlich wollte ich nur wieder mit Mike arbeiten. Du weißt schon, den Fotografen der mich zu der Zeit ständig begleitete. Es war das bequemste für mich, den Mike machte das was ich wollte, und das nutzte ich aus, aber reichlich.
Letztendlich war es dann aber Frank, der das Ganze klar machte. Er kam einfach zu mir her, sagte er habe auch keinen Bock darauf mit mir zu arbeiten, müsse es aber tun, weil du seine Chefin wärst. Dann erklärte er mir, wir sollten es doch einfach mal versuchen, und wenn es nicht funktionieren würde, wärst du die erste die das Ganze sofort einstellen würde. So wären wir beide fein aus dem Schneider sage er.
Du weißt ja wie es aus ging.“
„Es wurde einfach super geile Aufnahmen. Frank hatte es echt drauf was schwarz weiß anbelangte.“
„Aber nur schwarz weiß. Farbe war ein echtes Desaster bei ihm. Er kann kein Rot und Grün sehen, deshalb ist er so gut in schwarz weiß, und so miserabel bei Farbe.“
„Woher weißt du das?“
„Es hatte mich geärgert das er nicht mit mir arbeiten wollte. Vielleicht kannst du dich noch erinnern, aber zu der Zeit wollte jeder Fotograf mit arbeiten, und da kam dieser Typ, zerlöcherte Jeans, T-Shirt, Boots, und nur eine Kamera in er Hand, und sagte erhabe keine Lust dazu, das hat mich gereizt. Außerdem sah er mich nicht an, sondern irgendwie durch mich durch. Jeder der einen Schwanz in Amerika besessen hatte, wollte mich ficken, und der Kerl sah mich nicht einmal an. Das machte ihn für mich interessant. Na ja, auf jeden Fall haben wir uns nach dem Shooting noch einwenig unterhalten, und siehe da, wir kamen uns näher. Am Tag darauf haben wir uns dann im Central Park getroffen und uns weiter unterhalten. Was soll ich sagen, wir fanden uns irgendwann sympathisch, und wurden Freunde, und sind es noch.“
„Nur Freunde, oder mehr?“
„Ok, wir haben uns verliebt, und dann entstanden die Bilder, das war es.“
„Nein, nein meine Liebe, das musst du nun schon erzählen, und zwar alles, vor allem die pikanten Details.“
Langsam verschwand die Sonne hinter den Wolkenkratzern, und tauchte den Himmel in ein flammendes Rot. Ein leichter Wind, so eine ganz sanfte Brise wehte über die Dächer, und vermischte sich mit der Musik aus unzähligen Wohnungen.
Binnen kürzester Zeit war eine Stimmung entstanden, die romantisch, erotisch, und entspannend zu gleich war.
Vom Garten herauf roch der wilde Jasmin, und dann fing sie an zu erzählen.
„Also Frank und ich verstanden uns immer besser. Mir gefiel seine Art, leicht schüchtern, etwas arrogant, liebenswürdig und doch auch ab und an abweisend. Was mich aber besonders an ihm reizte, ja so muss ich das nennen, war, er sah in mir einen Freund, einen Kumpel, und nicht die Frau, oder das Supermodell. Auf der einen Seite war es eben genau das was mir gefiel, denn ich konnte sein wie jede andere Frau auch, aber andererseits war ich eben in dem Moment nicht mehr als jede Andere. Mein Stolz war verletzt, und außerdem spürte ich das da noch mehr war, ich hatte mich richtig in ihn verliebt.
Es dauerte dann noch eine ganze Weile, und jede Menge verfänglicher Situationen bis ich ihn soweit hatte, das er mich küsste. Na ja, eigentlich habe ich ihn zuerst geküsst, sonst würde wir wahrscheinlich noch heute nebeneinander herlaufen, und uns nur angrinsen.“
„Der ist wirklich so schüchtern, das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Ich weiß noch genau den Tag als er das erstemal bei uns in der Agentur aufgetaucht war. Ein Freund von uns hat ihn empfohlen, und darauf hin habe ich ihn eingeladen. Erst mal kam er zu spät, dann sagte er kein Wort, sondern legte nur seine Mappe, sie war echt groß, so ungefähr 50 mal 75 Zentimeter, auf den Tisch. Ich wartete eine Weile was passieren würde, und nachdem er keinerlei Anstalten machte sie zu öffnen, und ich auch nicht den ganzen Tag Zeit hatte, fragte ich ihn ob er nicht langsam mal anfangen wolle mir seine Bilder zu zeigen. Etwas zögerlich sagte er dann nur, er habe gedacht ich würde mich selbst bedienen, holte dann aber die Fotos heraus. Ich wartete darauf das er sie mir zeigen würde, aber wieder nichts. Langsam wurde mir das alles zu blöde, Ich habe dann die Fotos angesehen, und war einfach begeistert. Nur ich wollte nicht das er es merkt, denn schließlich war ich hier der Boss, und die Art wie er mit mir umgegangen war, passte mir überhaupt nicht. Ich sagte nur zu ihm, das sie ganz nett wären. Daraufhin packte er zusammen, und wollte gehen. Er sagte wirklich kein Wort, sondern ging einfach. Und jetzt muss ich auch das selbe sagen wie du, irgendwie reizte mich seine schüchterne, und arrogante Art. Auf jeden Fall habe ich dann zu ihm gesagt er könne eine Session für uns machen, und erst dann kamen wir ins Gespräch. Richtig warm geworden sind wir eigentlich nie, auch wenn ich seine Arbeiten immer gemocht habe, und nie irgendwelche Beschwerden von Kunden wegen ihm hatte. Er war ein richtiger Einzelgänger.“
„Genau das ist Frank. Nach einer halben Ewigkeit, ich dachte schon es würde nie passieren, hat er mich dann mal in sein Atelier mitgenommen. Zuvor waren wir nur in Restaurants, Kneipen, oder bei mir.“
„Wie lange wart ihr da schon zusammen?“
„Na so ungefähr drei Wochen!“
„Und er hat nie versucht mit die zu schlafen?“
„Nein, wenn ich es dir doch sage. Also, ich war dann mit dem Taxi an die Upper East Side gefahren, und an einer kleinen Kneipe, ich weiß den Namen nicht mehr, hat er auf mich gewartet. Wie üblich mit der Kamera in der Hand. Zu ihm liefen wir ungefähr 20 Minuten. Wir mussten durch enge Gassen, Hinterhöfe, und durch ein Haus ganz durch, bis wir endlich bei ihm waren. Den ganzen Weg über erzählte er mir wie sehr er diese Gegend liebte, und machte Fotos von allen möglichen Gebäuden, Mir, Pennern, Autowracks mit mir, und ohne mich.
Sein Atelier lag auch in einem Hinterhof. Es war noch größer als das von meinem Bruder. Allerdings hatte er den Hinterhof nicht begrünt, obwohl das sicherlich sehr gut ausgesehen hätte, denn die ganze Front seines Ateliers war aus Glas, vom Boden bis zur Decke. Innen drin hatte er schon jede Menge Pflanzen, auch wegen den Dekorationen, doch das schönste war, in dem großen Raum, du musst dir das vorstellen wie ein Loft, war eine riesige Insel aus Holz gemacht, die mitten im Raum, auf ungefähr 3 Metern Höhe war, und nur über eine kleine, ebenfalls aus Holz gefertigte Leiter, zu erreichen war. Auf dieser Insel stand ein kleiner zierlicher Tisch, und dann waren da noch unheimlich viele Kissen. Von der Decke hing eine kleine Lampe, eigentlich schon mehr ein Spot, den haben wir aber fast nie benutzt. Uns waren Kerzen viel lieber. Sie machen so ein schönes Licht, und wenn man von oben, seinen Blick dann in den Raum gleiten lässt, und dabei die Schatten beobachtet, man könnte meinen, die Möbel und Gegenstände, würden sich bewegen.
So lagen wir also da. Ich hatte den Kopf auf seinen Oberschenkel gelegt, und er streichelte ganz sanft über mein Haar. Wir unterhielten uns über alles mögliche. Ich sag dir, hätte ich nicht langsam aber sicher seine Erregung gespürt, ich wäre nie auf die Idee gekommen das er geil war. Aber, als ich den Druck spürte, konnte mich keiner mehr bremsen. Ich dachte mir, entweder jetzt oder nie. Zielstrebig lenkte ich unsere Gespräche immer mehr in die erotische Richtung. Die Situationen wurden verfänglicher, und die Worte, pikanter. Ich versuchte so locker wie nur möglich zu bleiben, dabei war ich auch schon so geil wie eine läufige Hündin, als ich ihm erzählte, das ich das Buch, „Der Kuss der Feige“ so eben gelesen hatte, und es sehr gut fand. Ich erzählte ihm haarklein wie gut sich der Schriftsteller doch in eine Frau versetzen haben könne, und fing an einige Passagen zu zitieren. Das war wohl zuviel für ihn. Vorsichtig, wahrscheinlich war er sich nicht sicher wie ich reagieren würde, fing er dann an mich zu streicheln. Erst am Arm, dann die Hüften, den Bauch, bis er endlich bei meinem Busen war. Sanft strich er an den Seiten entlang, immer wieder rauf und runter. Ich kann dir sagen, ich dachte ich würde verrückt werden. Eigentlich wollte ich nicht das er schon jetzt merkt wie geil ich bin, aber so wie er meine Brüste berührte, war es mir einfach nicht möglich, mit meinen Gefühlen hinten vor zu halten. Ich musste einfach Stöhnen, es ging nicht anders, auch wenn es nur dieses bisschen Streicheln an den Titten war.“
„Ich denke ich kann sehr gut nachvollziehen was du meinst. Manchmal ergeht es einen so, bei der geringsten Kleinigkeit.“
„Ja genau. Doch so richtig los ging es dann immer noch nicht. Erst fing er an meinen Bauch zu streicheln, die Konturen meiner Muskeln nachzuziehen, und immer wieder kleine, fast wie ein Versehen wirkende Abstecher, auf die Innenseite meiner Oberschenkel zu machen. Da war es entgültig um mich geschehen. Ich drehte mich um, und anstatt in ein, wie ich vermutet hatte, erschrocken drein blickendes Gesicht zu blicken, grinste er mich frech an, und meinte nur, das es ja nun endlich Zeit geworden wäre, und küsste mich mit einer solchen Hingabe, das es mir die Sprache verschlagen hatte. Fest hielt er mich in seinen Armen, seine Zunge spielte mit der meinen, und seine Hände erkundeten den Rest meines Körpers. Er streifte über die Brüste, spielte mit meinen steifen Nippeln, massierte meinen Busen, und war dann schlagartig in meinem Slip. Ganz sanft streichelte er über meinen Venushügel, ich glaube er hat mit den winzigen Haarstoppeln gespielt, zumindest hat es sich so angefühlt. Dann tastete sich ein Finger entschlossen an meinen Kitzler heran. Ich kann dir sagen, es war ein wahnsinniges Gefühl. Die ganze Zeit hatte ich den Atem angehalten, so geil war ich, und dann war er dran. Ein Schauer durchfuhr mich, wie ein Blitz war es, was mich da erwischte. Ich hatte das Gefühl zu zerspringen, und wie er dann in mich eindrang, in mir Gelüste weckte, wie ich sie noch nie zuvor gefühlt hatte, einfach super geil. Ein Finger, zwei, drei, ich dachte ich würde nur noch aus Fotze bestehen, und hätte in diesem Moment alles dafür gegeben ihn komplett in mir aufzunehmen.
Es dauerte eine Weile bis ich mich einigermaßen gefangen hatte, es war mir schon einwenig peinlich so völlig hilflos ihm gegenüber zu sein, aber dann ergriff ich die Initiative. So schnell wie er mir in den Slip gerutscht ist, hatte ich ihm die Hose ausgezogen, und was ich dann sah, war mehr als ich erwartet hatte. Ein prachtvoller Schwanz schnellte wie eine Sprungfeder heraus, und stand steif und stolz weit von ihm ab. Sofort machte ich mich über ihn her. War ich doch selbst ganz gierig darauf ihn zu schmecken, hielt ich mich aber dennoch einwenig im Zaum. Erst wichste ich das gute Stück, sah ihm dabei in die Augen, wollte einfach sehen wie er darauf reagierte, und erst dann begann ich damit meine Zunge über seine gewaltige Koppe gleiten zu lassen. Ich umrundete sie mehrere Male, dann stülpte ich meine Lippen über ihn. Jetzt konnte er sich nicht mehr zurück halten, und stöhnte laut auf, was bei mir wiederum eine gewisse Genugtuung hervorrief. Es machte mir Spaß an dem riesigen Ding zu saugen, zu lecken, ihn zu wichsen, nur wollte ich auch noch mehr. Noch bevor er das Kommando an sich reisen konnte, saß ich schon auf ihm. Es war ein tolles Gefühl diesen riesigen Schwengel in sich gleiten zu spüren. Anfangs dachte ich, den kriegst du nie rein, aber nachdem ich mich erst mal an das Monstrum gewöhnt hatte, entfachte er in mir einen Feuersturm. Mit kurzen heftigen Stößen, ganz genau wie ich es liebte, drang er immer wieder in mich ein. Dabei massierte er mir entweder den Kitzler, oder er griff nach meinen Brüsten. Später nahm er mich von hinten. Auch hier wieder war er ganz tief in mir. Sein Schwanz dachte ich will mich völlig ausfüllen, und dabei alles in mir erkunden.
Dann kam ich, und zwar so heftig das ich glaubte, ihn jeden Augenblick aus meinem hungrigen Loch zu spülen. Ja, mir war so als hätte ich nur noch ein Loch zwischen den Beinen, so hatte er mich gefickt. Es war keinerlei Empfindung mehr in meinem Schoß, nur noch Leere. Eine beruhigende, und befriedigende Leere, aber noch bevor ich richtig verstand wie mir geschah, hatte ich schon wieder seinen Schwanz im Mund. Als wäre es ein Reflex, der mir von Geburt an mit auf den Weg gegeben wurde, fing ich wieder gierig an daran zu saugen. Ich wichste, saugte, massierte ihm die Eier, dann war es soweit. Mit einer solch überzeugenden Macht ergoss er sich in mir, das sich ein zweiter Höhepunkt bei mir ankündigte. Mein Lustpunkt schrie förmlich danach, das er berührt wurde, was ich dann auch tat. Nur ganz kurz rieb ich die Perle meiner Geilheit, dann kam es mir wieder.
Diesmal langsam, aber konstant, breitete sich eine Welle in mir aus. Nicht nur zwischen meinen Beinen, oder in meinem Unterleib, nein diesmal war diese wahnsinnige Empfindung überall in mir. Mein Kopf schien zu platzten, meine Gliedmaßen gehorchten mir nicht mehr. Es blieb mir nichts anderes übrig als ihn kommen zu lassen, einfach Besitz von mir ergreifen zu lassen, und dann sehen was passieren würde. Wie ein Güterzug überfuhr er mich. Mit der selben Gewalt, und Geschwindigkeit. Wie eine tosende Macht, die sich ausbreitete, mit Epizentrum zwischen meinen Beinen. Das einzige was ich noch spürte war der Saft der mir aus der Möse tropfte. Das nächste an was ich mich erinnerte, ist das Gefühl seines schlaffen Schwanzes zwischen meinen Lippen. Während der ganzen Zeit in der, der Orgasmus die Herrschaft über meinen Körper hatte, ließ ich den Spender dieses einmaligen Erlebnisses nicht los.“
Während Akiko mir ihr sexuelles Geständnis mit Frank Monroe machte, begann sich auch bei mir einiges zu regen. Meine blühende Fantasie zeichnete im Geiste die Erlebnisse dieser außergewöhnlichen Frau nach, und erschuf Welten von solcher grenzenloser Erotik, das, das Feucht werden meiner Möse, eigentlich nur noch als normal anzusehen war. Nervös rutschte ich auf dem Stuhl hin und her, griff, hoffentlich nicht gar so auffällig, mir immer wieder in den Schritt, versuchte mit dem String der sich mittlerweile zwischen meine rasierten Schamlippen geschoben hatte, meinen Kitzler zu reiben.
Ich träumte von dem Schwanz dieses Mannes, hatte ihn richtig vor Augen, konnte ihn beinahe schmecken. Alles wirkte so surreal, aber mit der Zeit kristallisierte sich eines heraus, ich wollte diesen Mann treffen, und mit ihm ficken. Mir war egal wie er jetzt aussah, was er tat, oder sonst was, nur ficken musste ich mit ihm. Er was in dem Zeitraum der Erzählung von Akiko für mich zu einer Trophäe geworden, die es galt sich zu holen.
„Sag mal Akiko, wo ist Frank jetzt?“
„Er ist immer noch in Brasilien, aber wo genau, das weiß ich nicht. Vor etwa einem Monat hat er mich das letzte Mal angerufen, und mir gesagt ich solle mir keine Sorgen machen, aber er werde die nächste Zeit nicht zu erreichen sein, aber erwürde sich melden sobald irgendwie die Möglichkeit bestand.“
An ihren Augen sah ich das sie immer noch genauso verliebt in ihn war, wie zu dem Zeitpunkt an dem sie das erstemal mit einander schliefen. Auch spürte ich ihr Unbehagen mir gegenüber. Sicherlich hatte sie gemerkt wie geil ich geworden bin, und hat nun Angst sie würde ihn an mich verlieren.
Ich versuchte die Situation zu meistern, und wollte von ihr wissen wie es denn nun zu dem Tattoo gekommen sei.
Sie nahm das Album noch einmal her, und schlug eine der letzten Seiten auf.
„Nach dieser Nacht fragte mich Frank, ob ich Lust hätte Fotos mit ihm zu machen. Ich sagte ja, und er erklärte mir, was er sich dabei so vorstellte.
Anfangs war ich etwas irritiert, aber dann gefiel mir der Gedanke mit dem Tattoo.“
Sie zeigte mir ein Foto, worauf ein alter Japanischer Mann abgebildet war, ebenfalls Schwarz Weiß gehalten das Bild. Der Mann wirkte tief in sich versunken, trug den traditionellen japanischen Haarschnitt, Kleidung, und auch seine Ausstrahlung war die eines stolzen Japaners. Blickte man in das Gesicht, so konnte man die vielen Erfahrungen welche er in seinem offensichtlich langen Leben gemacht hatte, erkennen.
„Das ist Takahashi. Ein alter japanischer Tätowierer. Er arbeitet noch nach der traditionellen Weise. Es wird keinen Maschine benutzt um die Farbe unter die Haut zu bringen, sondern feiner Bambus, der in Tinte getaucht wird, dringt in die Haut ein, in dem man mit einem kleinen hammerähnlichen Holzstück darauf klopft. Die Prozedur ist sehr schmerzvoll, und schon viele sind daran gestorben, oder ohnmächtig geworden. Außerdem dauert die Qual mehrere Tage, oder sogar Wochen.
Auf jeden Fall bat Frank ihn, mir ein Motiv aufzumalen, was nach seiner Meinung zu mir passen würde. Der alte Mann fragte mich nichts, sondern schaute mich nur an. Bestimmt 10 Minuten beobachtete er mich, und meinte dann ich solle mich freimachen, und auf den Boden legen. Mir war überhaupt nicht geheuer bei der Sache, aber schließlich wollte ich die Fotos machen. Ich zog mein Kleid aus, und legte mich auf den Bauch. Frank sprach mit ihm, aber ich konnte nichts verstehen, dann kam er her zu mir, und flüsterte mir ins Ohr das ich auch meinen Slip ausziehen müsse. Das war mir zuviel, aber letztendlich machte ich dann doch was sie wollten.
Während Takahashi damit begann das Motiv aufzumalen, machte Frank Fotos. Er wollte alles dokumentieren. Ich fragte mich noch was für ein Aufwand wegen eines so kleinen Tattoos, stellte dann aber fest, das es gar nicht so klein werden würde wie ich vermutet hatte. Doch es war mir egal, denn man konnte es ja einfach wieder wegwischen.
Acht Stunden hat die Malerei gedauert. Ich bin immer wieder dabei eingeschlafen, doch wie er fertig war, und ich das erstemal sehen konnte wie es aussah, war ich total überwältigt.
Ein Drache schlängelte sich an mir, und das fand ich sehr erregend.
Frank machte dann Fotos, und während des Shootings verliebte ich mich regelrecht in das Werk. Ja es war fast so, als wäre es ein Teil von mir der seit ewigen Zeiten verborgen in mir schlummerte, und jetzt wo es das Licht der Welt erblickt hat, mir zu einem neuen, bis dahin völlig unbekannten Lebensgefühl, verhalf. Ich fühlte mich stolz, verrucht, mystisch, geheimnisvoll. Der Drache schmiegte sich an mich, streichelte meine Seele, und ab und zu hatte ich das Gefühl, als würden seine Schuppen, sanft meine Haut streicheln.
Die Fotosession lief so super, was wiederum ein Ausdruck dessen war, wie wohl ich mich in meiner Haut fühlte. Frank ging dann in die Dunkelkammer, er konnte es überhaupt nicht mehr erwarten zu sehen wie die Bilder wurden. In diesen Stunden redete der alte Meister mit mir. Er hatte gespürt wie der Drache von mir Besitz ergriffen hatte, und bestätigte mir eigentlich nur das, was ich schon während des Shootings gespürt hatte, der Drache war ein Teil von mir.
Frank war noch beim Entwickeln, da hatte Takahashi schon damit begonnen, das Motiv für alle Zeiten auf mir zu verewigen. Anfangs war der Schmerz unerträglich, und immer wieder wurde ich ohnmächtig. Aber mit dem Fortschreiten der Arbeit wurde er ein Verbündeter, ein Weggefährte. Er begleitete mich auf meiner Reise ein neuer Mensch zu werden. Mit jeden Stich in meinen Körper trat ein Stück mehr von meinem wahren Ich an die Oberfläche. Schmerz verband sich mit Lust. Langsam wuchs dieser neue Teil von mir auf, nahm Gestalt an, und veränderte mich. Der alte Meister meinte ich solle es sehen wie eine rituelle Reinigung, oder eine Metamorphose, aus der ich erwachen würde als eine ganz andere Frau.
Frank war nicht im geringsten überrascht als er zu uns kam. Wahrscheinlich hat er es auch schon beim arbeiten gemerkt, und lies uns dann wieder alleine. Es war mir lieber so, obwohl ich gerne eine Bestätigung für mein Tun gehabt hätte.
Die ganze Nacht arbeitete Takahashi an mir, und in dieser Zeit machte Frank das Album. Es solle eine Dokumentation sein, die mir immer vor Augen hält, wer ich war, und wer ich jetzt bin. Was mich aber am meisten beeindruckt hat, er hat, und das obwohl er rot grün farbenblind ist, den Drachen auf den Schwarz Weiß Bildern farbig ausgemalt.“
Sie zeigte mir die Fotos, und erst jetzt viel es mir auf. Mit der Hand hatte er den Drachen farbig ausgemalt, was zu diesem wahnsinnigen Effekt führte. Es grenzte schon an eine wahre Meisterleistung, was er da vollbracht hatte.
Der Weg nach Hause, und die nächsten Tage, herrschte eine eigenartige Stimmung in mir. Ein Wechselspiel von Erregung, Neugierde, und Angst war es was mich an den Rand der Verzweiflung brachte.
Immer wieder fragte ich mich, wie konnte Akiko soweit gehen, ihre großartige Karriere aufzugeben, nur weil ein Mann in ihr Leben trat, der eine verrückte Idee hatte, und nicht gerade das ist, was andere als normal bezeichnen.
Es musste eine sehr tiefe Erfahrung für sie gewesen sein, ansonsten wäre ihr dieser Schritt, dieser Spagat zwischen der Welt hier, und der spirituellen wie sie, sie nannte, nie gelungen.
Frank und Akiko sind nicht richtig zusammen. Sie glaubt, er würde seine Kreativität verlieren, sobald eine Frau versuchen würde ihn zu binden.
Wahrscheinlich bin ich zu unsensibel, oder weiß nur nicht was für ein Typ Mann er ist, aber eines weiß ich genau, ich muss ihn treffen, und deshalb ist meine nächstes Ziel, ihn zu finden, in Manaus, Brasilien.

Copyright Frank Monroe 2004

 

Zugriffe heute: 6 - gesamt: 372.

 

 

Diese Seite drucken